Über das Event
Die Anforderungen an Unternehmen in Bezug auf menschenrechtliche Sorgfaltspflicht und ein nachhaltiges Finanzwesen (Sustainable Finance) werden aktuell mit großer Intensität diskutiert. Das stellt Unternehmen und Akteure des Finanzsystems vor die Herausforderung, wie der Einsatz für Menschenrechte im Unternehmen konkret gemessen und damit effektiv gesteuert werden kann. Dafür brauchen sie Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators oder KPIs) zu Menschenrechten. Im Vergleich zu KPIs im Umweltbereich sind soziale Indikatoren immer noch deutlich weniger ausgereift und verbreitet. Doch die Nachfrage nach Daten zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (im Englischen ESG-Faktoren genannt) steigt rapide und messbare Indikatoren zum Themenkomplex Menschenrechte werden getrieben durch Investoren und Regulierung zunehmend an Bedeutung gewinnen.
econsense hat zu quantitativen Indikatoren zu Menschenrechten ein Diskussionspapier veröffentlicht, das eine umfassende Bestandsaufnahme bestehender KPIs enthält. Mit diesem Papier will econsense den Anstoß für eine intensive Diskussion über die Nutzung quantitativer Menschenrechts-Indikatoren durch Unternehmen machen. Zentrale Fragen sind, wie die Daten für diese Indikatoren erhoben werden können und welche Lücken zur Messung der menschenrechtlichen Sorgfalt noch geschlossen werden müssen.
Anlässlich der Veröffentlichung des Papiers diskutierten wir am 9. Oktober von 10:00 bis 11:00 Uhr im Rahmen des Webinars „Wie werden Menschenrechte steuerungsrelevant?“ mit Expertinnen und Experten aus Unternehmen und Finanzwirtschaft. Die Teilnehmenden waren:
Dr. Wolfram Heger, Senior Manager Corporate Responsibility Management, Daimler AG
Kristina Jeromin, Head of Group Sustainability, Deutsche Börse Group
Gwendolyn Remmert, Coordination Human Rights Due Diligence, Group Sustainability, Continental AG
Christoph Reißfelder, Leiter Hauptstadtbüro, Group Communication & Investor Relations, HeidelbergCement AG