Klimawandel, Ressourcenknappheit und Biodiversitätsverlust sind keine abstrakten Zukunftsszenarien, sondern wirken sich bereits heute auf Lieferketten, Geschäftsmodelle und Investitionsentscheidungen aus. Unternehmen nehmen dabei eine Doppelrolle ein: Sie verursachen Umwelteinflüsse – etwa durch Treibhausgasemissionen, Ressourcen- wie Energieeinsatz und Flächenverbrauch – und sind Innovationsmotoren in Bereichen wie Cleantech und Circular Economy gleichzeitig eine treibende Kraft der nachhaltigen Transformation.
Im Bereich Klima und Energie spielen Transitionspläne eine wichtige Rolle. Diese verbinden wissenschaftsbasierte Dekarbonisierungsziele (SBTi) mit konkreten Maßnahmen entlang der Scopes, schaffen tragfähige Governance-Strukturen und setzen Meilensteine. So können Unternehmen physische Risiken (wie extreme Wetterereignisse, veränderte Niederschläge) und transitorische Risiken (Marktveränderungen, Regulatorik) in ihre Unternehmens- wie Finanzierungsstrategie integrieren.
Ähnlich verhält es sich mit dem Thema Biodiversität, deren Verlust ein systemisches Risiko ist. Erst wenn Unternehmen ihre Abhängigkeiten, Auswirkungen und Chancen systematisch analysieren, können sie diese aktiv managen. Eng verbunden mit Klima und Biodiversität ist die Kreislaufwirtschaft, durch die Rohstoffkreisläufe geschlossen werden und Ressourcenabhängigkeiten reduziert werden.
Werden diese Transformationsthemen proaktiv gesteuert, erhöht das die Zukunftsfähigkeit und schafft Raum für innovative Wertschöpfung. Dazu gehören die Erschließung neuer Märkte und Kundengruppen durch neue Produkte und Dienstleistungen ebenso wie eine erhöhte Resilienz, die unter anderem durch eine effizientere Ressourcen- wie Energienutzung und damit weniger Abhängigkeiten in Zeiten geopolitischer Unsicherheit entsteht.