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06.06.2013 | Volkswagen und Naturschutzbund Deutschland vertiefen partnerschaftliche Zusammenarbeit

  • Strategische Kooperation um drei Jahre verlängert
  • Verstärktes Engagement für den Schutz von Mooren
  • Vielfältige Projekte verknüpfen ressourcenschonende Mobilität mit Natur- und Artenschutz


Der Volkswagen Konzern und der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) verlängern und vertiefen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit. Europas größter Automobilhersteller und Deutschlands größter Umweltverband sind bereits seit zwölf Jahren strategische Partner in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit und führen die Kooperation zunächst bis 2015 weiter. Beide Seiten wollen sich im laufenden Jahr verstärkt für einen sparsameren Umgang mit Energie und Ressourcen sowie den Schutz von Mooren als CO2-Speicher und Biotope engagieren.

Die vom Gesamt- und Konzernbetriebsrat unterstützte Kooperation zwischen Volkswagen und NABU wurde von Bundesregierung und EU-Kommission als Vorbild („Best Practice“) im Nachhaltigkeitsmanagement gelobt und 2011 als beispielhaftes „Public Sponsoring“ ausgezeichnet. „Mit so vielfältigen Kooperationsformen wie Beratung in Sachen Nachhaltigkeit, politischem Dialog und Mitmachaktionen sowie Produktinnovationen und Sponsoring hat unsere Zusammenarbeit eine einzigartige Breite und Tiefe gewonnen“, so Dr. Thomas Steg, Leiter Außenbeziehungen bei Volkswagen, der die diversen Projekte koordiniert.

Die Partner verknüpfen ihre Initiativen für Ressourceneffizienz und Umweltschutz – wo immer möglich – mit dem Kernanliegen des NABU, dem Natur- und Artenschutz. Dazu gehört beispielsweise die Unterstützung der Wiederherstellung der Unteren Havel als ökologisch wertvolle Auenlandschaft, die zudem als Überflutungsgrünland zum Hochwasserschutz beiträgt. Die Untere Havelniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland Mitteleuropas. Ein weiteres Projekt ist der Aktionsplan „Willkommen, Wolf!“, der die Rückkehr der Art nach Deutschland begleitet.

Aktuell setzen beide Partner ein Green-IT-Projekt zur Optimierung der Energieeffizienz des rund 35.000 Geräte umfassenden Druckerbestands des Konzerns um. Ziel ist es, die Geräte inklusive Toner, Papier und Verpackungsmaterial durch Gold-Standard-Zertifikate der The Gold Standard Corporation komplett CO2-frei zu stellen. Zusätzlich stellt Volkswagen im Zuge dieses Projektes weitere Mittel für den Deutschen Moorschutzfonds bereit, der von NABU und Volkswagen Leasing GmbH im Jahr 2011 aufgelegt wurde. Daraus werden Maßnahmen zur Wiedervernässung trocken gefallener Moorlandschaften in Deutschland finanziert.

Zum Erfolgsmodell hat sich das 2009 mit der Volkswagen Leasing entwickelte Umwelt-Programm für nachhaltiges Fuhrparkmanagement entwickelt, das auch durch die jährliche Vergabe des „Grüne-Flotte-Awards“ bekannt geworden ist und immer mehr Nachahmer findet. Inzwischen leisten mehr als 216.000 Fahrzeuge mit CO2-Emissionen von unter 120 Gramm pro Kilometer im Programm einen Beitrag zu den großen Effizienzfortschritten bei gewerblichen Flotten. Zusätzlich sanken die Emissionen bei den Fahrzeugauslieferungen des Volkswagen Konzerns an Großkunden innerhalb von drei Jahren um elf Prozent – stärker als im Gesamtmarkt. Für jedes Fahrzeug im Programm leistet die Volkswagen Leasing einen Beitrag an den NABU, der ausgewählten Projekten zur Renaturierung von Mooren als wichtigen CO2-Speichern und Biotopen zugutekommt.

Seit vielen Jahren bieten Volkswagen und der NABU in ganz Deutschland unentgeltliche Spritspartrainings an. Durchgeführt werden sie gemeinsam von lokalen NABU-Gruppen, Volkswagen Händlerbetrieben und einem professionellen Trainer-Team der Volkswagen Driving Experience. Mit der Kampagne „Clever fahren – Sprit sparen“ werden Autofahrer befähigt, ihre individuelle Verantwortung für eine umweltfreundlichere Mobilität wahrzunehmen. Auch im laufenden Jahr finden wieder regionale Aktionstage statt. Wer die Grundregeln des cleveren Fahrens beherrscht, spart bis zu 25 Prozent Kraftstoff, schont damit Klima und Geldbeutel und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Lärmminderung sowie zur Verkehrssicherheit.

Ein Schwerpunkt der künftigen Zusammenarbeit liegt auf den Volkswagen Autohäusern, bei denen je nach Baujahr und Zustand Einsparpotenziale von bis zu 55 Prozent bei Energiekosten und CO2-Bilanz möglich sind. Auch bei relativ neuen Gebäuden können etwa 15 Prozent Einsparungen realisiert werden. Volkswagen und NABU erarbeiten derzeit Kriterien für das „Umweltfreundliche Autohaus“.

Konstruktive Kritik gehört ebenfalls zur Kooperation. Zum Beispiel forderte der NABU von Volkswagen eine noch ehrgeizigere Effizienz-Strategie. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Volkswagen hat sich früher und konsequenter als alle anderen Autohersteller zur CO2-Gesetzgebung der Europäischen Union bekannt. Dies unterstreicht glaubwürdig das Ziel, bis zum Jahre 2018 nicht nur der größte, sondern auch der ökologisch führende Autobauer der Welt zu werden. Als NABU sind wir stolz, an dieser Zielsetzung entscheidend mitgearbeitet zu haben.“ Dazu gehört, dass der Verband von Volkswagen entwickelte BlueMotion-, Erdgas- und Elektrofahrzeuge testet und das Unternehmen regelmäßig zum Thema Biokraftstoffe berät.

Zweimal im Jahr organisieren beide Partner ein öffentliches Dialogforum, um mit Politikern und Experten über Umwelt- und Verkehrsthemen zu diskutieren. Beim nächsten Forum „Mobil im Dialog“ im Herbst soll bilanziert werden, wie die konsequente Ausrichtung des Konzerns auf ökologische Nachhaltigkeit vorankommt.

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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