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01.10.2012 | Volkswagen und NABU zeichnen Gewinner des Wettbewerbs zum Schutz des Wolfes aus

  • Kreative Beiträge gegen alte Klischees im Schloss Wolfsburg prämiert


Gemeinsam gegen das Märchen vom bösen Wolf – bei einer „wilden Wolfsnacht“ im Schloss Wolfsburg sind kreativ umgesetzte Ideen zur Aufklärung von Vorurteilen gegenüber der bedrohten Art vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) prämiert worden. Die Gewinner des Wolfs-Wettbewerbs WANTED schufen Filme, Songs und PC-Spiele. Diese wurden durch Unterstützung von Volkswagen, dem Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg sowie der Stadt Wolfsburg mit Geldpreisen von bis zu 5.000 Euro belohnt.

Zum Hintergrund des Wettbewerbs: Seit dem Jahr 2000 werden in Ostsachsen regelmäßig Wolfswelpen in Freiheit geboren. Mittlerweile leben 15 Wolfsrudel in Deutschland, eines wurde erst vor wenigen Wochen in Niedersachsen nachgewiesen. „Mit unserer Kampagne ‘Willkommen Wolf!‘ setzen wir uns zusammen mit Volkswagen, der Stadt Wolfsburg und dem VfL Wolfsburg für die Akzeptanz der Tiere ein. Auch wir Naturschützer müssen nach der langen Abwesenheit der Wölfe erst wieder lernen, wie man mit dem neuen Nachbarn lebt", erläuterte Jörg-Andreas Krüger, stellvertretender NABU-Bundesgeschäftsführer und Leiter des Fachbereichs Naturschutz und Umweltpolitik. Und weiter: „Deutschland ist Wolfsland. Es ist höchste Zeit, dem uralten Imageproblem dieser Tiere auch mit modernen Medien auf den Pelz zu rücken.“

Volkswagen, langjähriger Partner des NABU, unterstützt die Aktion. „Als Wolfsburger freuen wir uns über die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland und helfen dem NABU gern dabei, die Skeptiker und Furchtsamen unter uns zu überzeugen. Dabei haben unsere Preisträger eindrucksvoll bewiesen, dass Aufklärung nicht langweilig sein muss, sondern auch durchaus frech und unterhaltsam sein kann“, lobt Dr. Thomas Steg, Generalbevollmächtigter und Leiter Außen- und Regierungsbeziehungen der Volkswagen Aktiengesellschaft.

„Der Natur- und Artenschutz ist uns in unserer grünen Stadt seit jeher ein wichtiges Anliegen – erst im vergangenen Jahr haben wir den Wolf wieder zum Wappentier der Stadt gemacht“, so Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Die Rückkehr des Wolfes ist eine der wenigen Erfolgsgeschichten im Artenschutz. Sie sollte Mut machen. im Engagement für den Schutz der biologischen Vielfalt nicht nachzulassen.“ Seit kurzem ist Wolfsburg auch Mitglied im Aktionsbündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“.

Der erste Preis ging an Cartoonist und Comic-Zeichner Mathias Kringe aus Nordrhein-Westfalen. Mit einem künstlerisch anspruchsvollen Trickfilm schlägt er den Bogen von der Ausrottung der Wölfe vor 150 Jahren bis zum Willkommens-Gruß der Naturschützer in diesen Tagen. Motto des Films: „Gebt ihm 'ne Chance!“

Auf Platz zwei landete das Musikvideo „Get inwolved“ von Matthias Spaan und René Haustein. Als Wolfs-Rapper bereut Spaan seine wilde Jugend, in der er „ein paar armen Schweinen die Holzhütte wegpustete“. Heute will er lseinen Atem lieber für seine Songs aufheben und appelliert an die Zuschauer: Get inwolved!

„Der Isegrim“, ein Trickfilm nach Scherenschnittart, belegte den dritten Platz. Hier erschreckt der große Bruder einer zeltenden Familie den Kleinen mit Märchen von bösen Bestien und jagt auch den Wolfskindern einen Riesenschreck ein. Doch der Wolfsvater kann beruhigen: Sind alles nur Märchen.

Weitere Preisträger auf den Plätzen vier bis zehn sind: Monja Schaarschmidt („Der Wolf geht um“, Trickfilm), Familie Kunz („Wolfs-Klause – neulich im Wald“, Video), Lutz Männels Puppentheater („Wolfred Wolf: Bananen ins Jagdrecht“), Vanessa Segert („Vertrau dem Wolf“, PC-Spiel), Marie Kunze („Kalli der Wolf“, PC-Spiel) und Simon Fischer mit Band („Wolfssong“).

Den Sonderpreis der Naturschutzjugend NAJU erhielten die beiden Rapper Benedikt Fimpel und Roman Vollmer, die in ihrem Musikvideo den Medien-Rummel um Christian Wulff zum Anlass nahmen, um in ihrem Musikvideo um mehr Verständnis für den Wolf zu werben.

Die preisgekrönten Beiträge sind hier zu sehen:

www.NABU.de/wanted

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