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19.01.2015 | Spezialchemie von Evonik für das Fernsehen der Zukunft

  • Evonik will die Display-Industrie revolutionieren
  • Neue Metalloxid-Halbleiter steigern die Bildauflösung und senken die Produktionskosten
  • Vorstandsvorsitzender Klaus Engel fordert: „Wir brauchen Innovationen für eine weitere gute Entwicklung.“

 

Enorme Bildschärfe, detailgetreue Tiefendarstellung, brillante Farben, hohe Kontraste: Dafür stehen Ultra-HD-Fernseher. Kernelement dieser Fernseher mit extrem hoher Bildauflösung sind Dünnschichttransistoren, die mit dem bisher gängigen Halbleitermaterial aus amorphem Silizium nun an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stoßen. Die Antwort auf diese Herausforderung gibt Evonik Industries mit dem neuen anorganischen Metalloxid-Halbleitermaterial iXsenic®. Es soll nicht nur höhere Bildauflösungen ermöglichen, sondern auch die Produktionskosten verringern. Erste Kunden testen bereits, wie sie iXsenic® in ihre Produktlinien integrieren können. Evonik ist als eines der weltweit führenden Spezialchemieunternehmen angetreten, mit neuen Materialien und Prozessen die Display-Industrie zu revolutionieren.

Weil iXsenic® für Evonik ein neues, attraktives Marktsegment eröffnet, zeichnete Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG, die Entwicklung von iXsenic® jetzt mit dem unternehmenseigenen Innovationspreis für neue Produkte/neue Systemlösungen aus. „Innovationen sind das Lebenselixier eines Spezialchemieunternehmens“, sagte Engel. „Wir brauchen sie für eine weitere gute Entwicklung und zur Stärkung unseres Wachstums. Die Qualität der für unseren Innovationspreis eingereichten Themen belegt den Ideenreichtum unserer Forscher und Entwickler“, so Engel. „Innovation und Selbsterneuerung gehören zusammen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit unserer Kreativität und unserem Erfindergeist in den nächsten Jahren noch eine Schippe drauf legen. So wird unsere Innovationspipeline auch künftig gut gefüllt sein.“

Das anorganische Metalloxid-Halbleitermaterial iXsenic® ermöglicht nicht nur eine höhere Leistung als amorphes Silizium, sondern lässt sich zudem bei normalen Umgebungsbedingungen als Lösung auftragen. Gegenüber dem üblichen Verarbeitungsprozess von amorphem Silizium – Aufdampfen im Vakuum – würde damit die Herstellung deutlich einfacher und ressourcenschonender. Auch wird durch niedrige Verarbeitungstemperaturen die Verwendung neuer Materialien, wie etwa Kunststoffe für flexible Displays, ermöglicht. Die Beschichtungstechnologie bildet zudem eine Brücke hin zum Drucken von elektronischen Bauteilen.

Angestoßen wurde das Projekt, das zu iXsenic® führte, vor rund
10 Jahren von der Creavis, der strategischen Innovationseinheit von Evonik. Inzwischen treibt ein Team des Geschäftsbereichs Coatings & Additives die Markteinführung voran. Da die Herstellungsprozesse von Displays je nach Hersteller und Anwendung – Fernseher, Tablet oder Smartphone – variieren, erfolgt die letzte Entwicklungsstufe gemeinsam mit dem jeweiligen Kunden, bei der Material und Prozess entsprechend angepasst werden; erste Versuche laufen bereits. Gelingt die Einführung, partizipiert Evonik am Displaymarkt, dessen Größe auf rund 150 Milliarden US-$ geschätzt wird.

Neben iXsenic® wurde auch ein optimierter biotechnologischer Herstellprozess für Aminosäuren mit dem unternehmenseigenen Evonik-Innovationspreis ausgezeichnet. Insgesamt waren sechs Forschungsprojekte für den Preis nominiert worden. Mehr Informationen dazu enthält der Science-Newsletter elements 49.

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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