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19.11.2010 | Siemens erreicht Durchbruch bei Technologie zur CO2-Verminderung

Siemens hat die erste Testphase mit seinem CO2-Abscheidungsverfahren in der Pilotanlage am E.ON-Kohlekraftwerk Staudinger erfolgreich durchgeführt. In der Pilotanlage wurden die chemische Langzeitstabilität des Waschmittels, die Effektivität des Prozesses und die Emissionen unter realen Kraftwerksbedingungen untersucht. Nach über 3.000 Betriebsstunden steht fest, dass das von Siemens entwickelte Post-Combustion-Capture-Verfahren (PostCap) nahezu ohne Waschmittelemissionen eine CO2-Abscheideleistung von mehr als 90 Prozent erzielt. Der Energieverbrauch ist im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren deutlich geringer. Dies sowie die hohe Stabilität des Waschmittels und der äußerst geringe Waschmittelverlust wirken sich positiv auf die Betriebskosten aus. Außer dem CO2 entfernt das Waschmittel weitere im Rauchgas enthaltene Schadstoffe. Vom Waschmittel aufgenommene Verunreinigungen und entstehende Nebenprodukte werden zukünftig mit einem innovativen Abtrennverfahren aus dem flüssigen Waschmittel abgeschieden.

"Für uns besteht eine wichtige Anforderung an unser Verfahren darin, bei der CO2-Abtrennung keine neuen Emissionen zu erzeugen und eine einfache Handhabung für die Kraftwerksbetreiber zu erreichen. Deshalb haben wir von Anfang an auf wässrige Lösungen von Aminosäuresalzen gesetzt, die für Mensch und Umwelt unbedenklich sind", sagte Nicolas Vortmeyer, CEO New Technologies Fossil Power Generation bei Siemens Energy. "Diese frühe Weichenstellung zahlt sich jetzt aus. Schon mit den ersten Betriebsergebnissen unserer Pilotanlage konnten wir bestätigen, dass unser CO2-Abscheidungsverfahren nicht nur hocheffizient ist, sondern auch ohne zusätzliche Nachreinigungsschritte höchste Anforderungen an die Umweltverträglichkeit erfüllt. Um weitere Erkenntnisse zu sammeln, wird der Testbetrieb fortgesetzt."

Das Pilotprojekt am Kraftwerk Staudinger wird von E.ON und vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

www.siemens.com

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