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21.05.2012 | RWE unterzeichnet Deutschen Nachhaltigkeitskodex

Mit dem Essener Energiekonzern RWE hat die erste Aktiengesellschaft ihre Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) vorgelegt.

Peter Terium, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und verantwortlich für Corporate Responsibility bei der RWE AG, betont: „Das Thema Nachhaltigkeit hat bei RWE, und auch bei mir persönlich, einen sehr hohen Stellenwert. Ich unterstütze den Deutschen Nachhaltigkeitskodex, da er die Nachhaltigkeitsleistungen transparent und vergleichbar darstellt. Jetzt wäre wünschenswert zu sehen, dass diese Informationen vom Kapitalmarkt bei Investmententscheidungen aufgegriffen werden.“

Das deutsche Investoren-Netzwerk der Prinzipien für Verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (Principles for Responsible Investments, UN PRI) empfiehlt seit Kurzem seinen Unterzeichnern die Anwendung des Nachhaltigkeitskodex bei Anlageentscheidungen und der Dokumentation über die Erfüllung der Prinzipien im Kerngeschäft.

Dr. Wolfgang Engshuber, Vorsitzender der UN PRI, hebt die globale Bedeutung des Instruments hervor: „Internationale Kapitalanleger berücksichtigen immer mehr Nachhaltigkeitskriterien in ihren Anlageentscheidungen. Es fehlt aber immer noch an Transparenz und internationalen Standards in der Berichterstattung. Der deutsche Nachhaltigkeitskodex ist ein wichtiger Meilenstein und könnte auch für Europa Maßstäbe setzen.“ Die Frage sei auch, was der Nachhaltigkeitskodex für die internationale Diskussion um Integrated Reporting bedeutet und was zu tun sei, um das offensichtlich beschädigte Finanzsystem wieder instand zu setzen.

Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung: „Mit den ersten sichtbaren Bekenntnissen von wichtigen Unternehmen haben wir einen entscheidenden Schritt in Richtung Wirksamkeit und höherer Verbindlichkeit gemacht. Mit Hilfe standardisierter Informationen wird sehr schnell offenkundig, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit in einem Unternehmen hat. Es genügt nicht, grüne Produkte anzubieten – die Prozesse hinter Produkten und Dienstleistungen sind ebenso wichtig für die Nachhaltigkeitsdebatte.“

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hatte unter dem Eindruck der Finanz- und Wirtschaftskrise 2010 mit Unternehmensvertretern, Investoren, Finanzanalysten und Wissenschaftlern einen Dialogprozess begonnen, aus dem jetzt der Deutsche Nachhaltigkeitskodex entstand. Das Beratungsgremium der Bundesregierung hatte den Nachhaltigkeitskodex im Oktober 2011verabschiedet und ihn zur freiwilligen Anwendung empfohlen. Damit strebt er eine grundlegende Neu-Orientierung in Wirtschaft und Gesellschaft auf eine nachhaltige Entwicklung an.

Weitere Informationen und eingereichte Entsprechenserklärungen finden Sie unter www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de

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Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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