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01.11.2011 | RWE Innogy errichtet Wind-Messstation in der Nordsee

  • Messmast liefert Daten zur effizienten Steuerung des Windparks Nordsee Ost
  • Modernste Lasertechnik erfasst Winddaten in bis zu 200 Meter Höhe
  • Test des großen Blasenschleiers zur Schallminderung durchgeführt

RWE Innogy hat die Installation eines Messmastes in der deutschen Nordsee erfolgreich abgeschlossen. Das Messgerät wurde im Baufeld des Offshore-Windparks Nordsee Ost 30 Kilometer nördlich von Helgoland errichtet. Zu Beginn nächsten Jahres wird RWE Innogy mit den Offshore-Arbeiten für den Bau des Windkraftwerks starten. Der Messmast mit einer Gesamthöhe von rund 97 Metern über dem Meeresspiegel wird ab jetzt Wetterdaten zu Windgeschwindigkeiten, Windrichtung, Turbulenzen sowie Temperaturen, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit liefern. Darüber hinaus werden permanent Messungen zur Wellenhöhe, zum Wasserstand und zur Sichtweite erhoben.

Prof. Martin Skiba, Leiter Offshore Windkraft bei RWE Innogy: „Der neue Messmast wird nun dauerhaft in unserem Projektgebiet im Einsatz sein. Die damit erhobenen Daten werden uns helfen, zukünftig unseren Windpark Nordsee Ost effizient steuern zu können. Auch für die optimale Planung von Wartungsarbeiten wird uns die Messstation wichtige Informationen liefern.“

Dafür ist der Messmast auch mit einem lasergestützen Messsystem ausgestattet. Damit können Windgeschwindigkeit und Windrichtung sowohl horizontal als auch vertikal bis in 200 Meter Höhe gemessen werden. Diese Daten werden während des Betriebs des Windkraftwerks an die Leitstelle an Land zur optimalen Einstellung der Windkraftanlagen übermittelt.

Bereits Ende September wurde ein 62 Meter langes Stahlrohrfundament für den Messmast in einer Wassertiefe von 25 Metern installiert. Bei diesen Arbeiten wurde auch erfolgreich der Einsatz eines großen Blasenschleiers getestet, der die Ausbreitung des Schalls beim Einbringen des Fundaments in den Meeresboden mindert. Ein solcher großer Blasenschleier wird auch bei der Installation der insgesamt 49 Fundamente des Offshore-Windparks Nordsee Ost zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wurde an dem Pfahlfundament weitere Anwendungsforschung betrieben. So wurden zum Beispiel dynamische Belastungstests durchgeführt, um das Verhalten des Fundaments im Meeresboden zu beobachten.

Einen zweiten, baugleichen Messmast hat RWE Innogy Anfang Oktober auch vor der niederländischen Küste installiert. Circa 85 Kilometer vor der Küste von IJmuiden wird auch diese Messstation weitere Erkenntnisse zu Wind- und Wetterbedingungen auf hoher See liefern. Die Errichtung dieses Messmastes ist Teil des Offshore Forschung- und Entwicklungsprojektes „Flow“, das von der niederländischen Regierung unterstützt wird.

„Es besteht weiterhin großer Forschungsbedarf bei der Windkraftnutzung auf See. Die Errichtung von Messstationen ist ein wichtiger Schritt, um das lokale Windregime erfassen und analysieren zu können. Für Entwicklung, Bau und Betrieb von Offshore-Windkraftwerken sind diese Daten von fundamentaler Bedeutung“, erklärt Skiba.

Das Offshore-Windkraftwerk Nordsee Ost soll voraussichtlich 2013 in Betrieb genommen werden und über eine Gesamtleistung von 295 Megawatt verfügen. Damit können jedes Jahr ca. 1.000.000.000 kWh erzeugt werden – ausreichend um 310.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

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