Sie sind hier

20.09.2013 | PwC zum CDP Report 2013: Große CO2-Emittenten müssen noch mehr für den Klimaschutz tun

„Das Reporting der Unternehmen über ihre Klimaschutzpolitik gewinnt weltweit an Qualität. Allerdings müssen Unternehmen ihre CO2-Emissionen noch stärker reduzieren, um den weltweiten Temperaturanstieg auf zwei Grad zu beschränken“, kommentiert Michael Werner, verantwortlicher Partner für Sustainability Services bei PwC. Für den Global 500 Climate Change Report 2013 wurden die 500 größten Unternehmen weltweit befragt. 403 Unternehmen nahmen daran teil. Die Initiative Carbon Discloure Project (CDP) wird getragen von 722 institutionellen Investoren, die insgesamt 87 Billionen US-Dollar verwalten. PwC hat den Bericht im Auftrag von CDP erstellt.

Mit BMW, Daimler und Volkswagen finden sich drei deutsche Konzerne unter den Unternehmen, die am besten über ihre CO2-Politik informieren und gleichzeitig ihre Schadstoffemissionen reduzieren. Im Vorjahr fanden sich noch vier deutsche Unternehmen in den Top Ten. Weltweit haben Unternehmen ihr CO2-Reporting verbessert und damit gegenüber der deutschen Konkurrenz aufgeholt. Unternehmen mussten in diesem Jahr 97 Prozent der Kriterien erfüllen, um in den Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) aufgenommen zu werden. Diese Unternehmen zeichnen sich durch ein besonders hohes Maß an Transparenz im Hinblick auf ihre Klimaschutzpolitik aus. 2012 waren dafür 94 Prozent und 2011 nur 90 Prozent notwendig.

50 größte Emittenten verursachen 73 Prozent der Emissionen
Die 50 größten Emittenten haben seit 2009 ihren CO2-Ausstoß um 1,65 Prozent gesteigert. Gerade diese Unternehmen sind zugleich für 73 Prozent der Emissionen der 500 größten Firmen weltweit verantwortlich. „Den Unternehmen mit den größten CO2-Emissionen kommt eine besondere Verantwortung zu. Sie müssen einen größeren Beitrag leisten und Emissionen weiter reduzieren, damit das Ziel erreicht werden kann, den Temperaturanstieg weltweit auf zwei Grad zu beschränken“, kommentiert Werner. Auf Energieunternehmen, Versorger und Rohstoff-Produzenten gehen 87 Prozent der Emissionen zurück.

Indirekte Emissionen nur unzureichend erfasst
Nach wie vor werden nicht alle Emissionen erfasst, die von einem Unternehmen verursacht werden. 97 Prozent der Unternehmen berichten ausführlich über die direkten Emissionen (Scope 1) und über die Emissionen, die bei der Erzeugung der von ihnen verwendeten Energie entstehen (Scope 2). Dagegen werden indirekte Emissionen noch immer unzureichend erfasst (Scope 3). Eine ganz besondere Bedeutung kommt dabei den Emissionen zu, die durch den Gebrauch der erzeugten Produkte entstehen. Auf ihr Konto gehen 76 Prozent aller indirekten Emissionen. Dagegen machen Geschäftsreisen von Mitarbeitern, deren CO2-Wirkung derzeit von 72 Prozent der befragten Unternehmen erfasst wird, nur 0,2 Prozent der indirekten Emissionen aus.

 

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Sie bekommen in Zukunft unseren Newsletter, neueste econsense-Mitteilungen sowie Informationen zu unseren Veranstaltungen zugesandt. Indem Sie die Anmeldung ausfüllen und auf „Newsletter abonnieren“ klicken, stimmen Sie zu, dass Sie in Zukunft unseren Newsletter erhalten möchten. Sie können sich jederzeit wieder von unserem Verteiler abmelden.