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14.09.2011 | PwC: Konzerne stärken Klimaschutz – Mehrheit der Global 500 verfolgt Reduktionsziele

Carbon Performance Leadership Index 2011: BASF, Bayer, BMW und SAP unter den Top-Performern / Unternehmen mit konsistenter Klimaschutz Strategie wirtschaftlich erfolgreicher / 73 Prozent der weltweit Befragten verfolgen CO2-Reduktionsziele

Immer mehr internationale Konzerne verfolgen interne Vorgaben zur Reduzierung ihrer CO2- und Treibhausgasemissionen. Mittlerweile haben 294 bzw. rund drei von vier befragten Unternehmen aus dem FTSE Global 500 Index ein Reduktionsziel, während dies in der Umfrage von 2010 erst 250 Unternehmen zu Protokoll gaben. Über Erfolge bei der Verringerung ihrer Emissionen berichten 178 Unternehmen (45 Prozent der Befragten), in 2010 waren dies 75 Unternehmen (19 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC im Rahmen ihrer Analyse für das Carbon Disclosure Project 2011. Der CDP Global 500 Report 2011 wird heute veröffentlicht.

Das Carbon Disclosure Project bewertet Unternehmen nach zwei Kriterien - nach der Transparenz hinsichtlich ihrer Klimastrategie (Carbon Disclosure Leadership Index CDLI) sowie den Erfolgen ihres Klimaschutz-Mangements (Carbon Performance Leadership Index CPLI). Die Carbon Disclosure Score ist das ursprüngliche Bewertungsmaß des CDP, die Performance Score wurde 2010 eingeführt. Die besten Unternehmen der Bewertungskriterien werden jeweils in den Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) bzw. den Carbon Performance Leadership Index (CPLI) aufgenommen.

Konsistente Klimaschutz-Politik zahlt sich aus
Die Auswertung von PwC zeigt zudem, dass Unternehmen mit einer konsistenten Klimaschutz-Strategie offensichtlich auch wirtschaftlich erfolgreicher sind. Im Zeitraum Januar 2005 bis Mai 2011 erzielten die Konzerne im Global 500 eine Gesamtrendite von knapp 43 Prozent, wohingegen die beim Klimaschutz führenden Unternehmen im Carbon Performance Leadership Index (CPLI) eine Rendite von fast 86 Prozent des eingesetzten Kapitals erreichten.

„Mittlerweile verstehen neun von zehn befragten Unternehmen den Klimaschutz weniger als Kostenfaktor, sondern vielmehr als Chance zur Realisierung von Wettbewerbsvorteilen durch die Etablierung nachhaltiger Prozesse, Produkte und Dienstleistungen. Allerdings zeigt der aktuelle Projektreport, dass viele der Befragten ihre Klimastrategie noch nicht stringent umsetzen“, kommentiert Michael Werner, verantwortlicher Partner für den Bereich Sustainability Services bei PwC in Deutschland.

Klimaschutz ist Chefsache
So ist die Verantwortung für den Klimaschutz zwar mittlerweile bei fast allen Befragten (93 Prozent; 2010: 85 Prozent) auf der Vorstandsebene angesiedelt, eine integrierte Geschäftsstrategie unter Einschluss der Reduktionsziele verfolgen aber erst 68 Prozent der Unternehmen. Finanzielle Anreize zur Einsparung von Treibhausgasemissionen setzen 65 Prozent der Befragten. Die Kombination der drei genannten Elemente findet sich lediglich bei knapp der Hälfte der Konzerne.

Defizite offenbart die Studie zudem bei der Integration der Klimaschutzstrategie in das Reporting. Zwar machten von den 404 Unternehmen, die sich 2011 an der Studie beteiligten, immerhin 379 Angaben zu ihren Treibhausgasemissionen (2010: 367 Unternehmen). Im Geschäftsbericht informierten darüber jedoch nur 242 Befragte und damit deutlich weniger als 2010 (363).

BASF, Bayer, BMW und SAP unter den Top-Performern
Überdurchschnittlich gute Noten für ihre Aktivitäten zum Klimaschutz bekamen 2011 erneut Unternehmen aus Deutschland. Im Performance Leadership Index CPLI, der die Strategien und Aktivitäten zur CO2-Reduzierung bewertet, sind mit BASF, Bayer, BMW und SAP vier deutsche Konzerne vertreten. Im Jahr 2011 war die Liste der in den CPLI aufgenommenen Unternehmen mit insgesamt 29 deutlich kleiner als im Vorjahr (2010: 48), allerdings ist der Rückgang auch auf eine Verschärfung der Bewertungskriterien zurückzuführen.

Beste Transparenz: Bayer, Deutsche Post und Siemens
Im Carbon Disclosure Leadership Index CDLI, der die Transparenz der Unternehmen in Bezug auf ihre Klimaschutz-Strategie misst, waren deutsche Unternehmen mit 9 von 18 überdurchschnittlich gut vertreten. Bayer, Deutsche Post und Siemens gehören wieder zu den Top 10 Unternehmen dieses Index.

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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