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14.02.2017 | Millionen für die Qualifizierung von Flüchtlingen in Deutschland und wirtschaftliche Perspektiven in Afrika

Evonik erweitert und verstetigt sein Engagement für Flüchtlinge. An seinen Standorten in Marl und Hanau schafft das Unternehmen erneut zusätzliche Plätze bei „Start in den Beruf“. Das Programm, das von den Sozialpartnern der chemischen Industrie ins Leben gerufen wurde, richtet sich an Jugendliche, die als noch nicht ausbildungsreif gelten. Evonik wird für drei Jahre insgesamt 40 zusätzliche Plätze pro Jahr anbieten, davon 20 speziell für Flüchtlinge. Insgesamt werden damit 120 zusätzliche Plätze geschaffen.

Zudem setzt sich Evonik mit der Evonik Stiftung erstmals aktiv für die präventive Bekämpfung von Fluchtursachen und die Schaffung wirtschaftlicher Perspektiven für junge Menschen in Afrika ein. In Kooperation mit der Westerwelle Foundation entsteht in der ruandischen Hauptstadt Kigali ein Gründerzentrum. Zum Angebot des „Westerwelle Startup Hauses powered by Evonik Stiftung“ gehören weitere 20 Plätze für Absolventen einer Berufsausbildung.

„Die Integration von Flüchtlingen in das Arbeitsleben ist eine langfristige Aufgabe. Deshalb bauen wir unser Engagement in Deutschland deutlich aus“, sagt Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstandes von Evonik. „Als weltweit aktives Unternehmen denken wir aber global. Aus diesem Grund sehen wir uns in der Verantwortung, auch einen Beitrag zur präventiven Bekämpfung der Ursachen von Flucht und Vertreibung zu leisten.“ Zur Finanzierung des Engagements in Deutschland und Ruanda stellt Evonik in den nächsten drei Jahren insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung. 

„Start in den Beruf“ deutlich erweitert

 „Ein gelungener Einstieg ins Berufsleben ist einer der besten Wege, in Deutschland Fuß zu fassen und ein selbst bestimmtes Leben führen zu können“, sagt Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik. „Wir sind überzeugt: Dieses Engagement für Bildung zahlt sich aus.“

Bei „Start in den Beruf“ lernen die Teilnehmer über mehrere Monate vor allem naturwissenschaftlich-technische Berufe kennen und können eigene praktische Erfahrungen sammeln. Außerdem werden alle Teilnehmer fachlich und sozialpädagogisch intensiv betreut. Für Flüchtlinge hat Evonik das mehrmonatige Programm angepasst und zusätzlichen Deutschunterricht eingeführt. Flüchtlinge und Nicht-Flüchtlinge absolvieren die Maßnahme gemeinsam in gemischten Gruppen. Jedes Jahr schließen etwa 80 Prozent der Teilnehmer das Programm „Start in den Beruf“ erfolgreich ab. Etwa, indem sie eine Ausbildung beginnen oder sich für einen weiteren Schulbesuch entscheiden. Evonik hatte im Durchgang 2015/16 erstmals zusätzliche Plätze für Flüchtlinge bei „Start in den Beruf“ zur Verfügung gestellt, die von verschiedenen Partnern finanziert wurden.

Wegweisendes Projekt in Ruanda

Die Evonik Stiftung möchte nicht nur in Deutschland sondern auch in Afrika mehr zur Schaffung wirtschaftlicher Perspektiven für junge Menschen beitragen. Das Erfolgsmodell der Berufsausbildung soll hierbei ebenfalls für 20 Teilnehmer in Afrika genutzt werden. Dazu hat die Evonik Stiftung die Westerwelle Foundation als Partner gewonnen. Gemeinsam errichten die Stiftungen in Ruanda, einem der ärmsten Länder der Welt, ein neues Existenzgründerzentrum. „Wir unterstützen im Gründerzentrum junge Menschen auf ihrem Weg, einen Betrieb aufzubauen, um ihnen, ihren Familien und künftigen Beschäftigten eine Perspektive in ihrer Heimat zu geben. Wir sind davon überzeugt, dass ein starker Mittelstand eine Gesellschaft stabilisiert und Demokratie fördert“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Westerwelle Foundation, Michael Mronz.

Das Projekt ist konzipiert als zentrale Anlaufstelle für Existenzgründer und Startups in der ruandischen Hauptstadt Kigali. Zusätzlich sollen in dem Haus jährlich 20 Plätze als spezielles Angebot für Absolventen einer Berufsausbildung entstehen. 

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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