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18.01.2018 | Lidl treibt Nachhaltigkeit in der Sojawirtschaft voran

Lidl Deutschland beteiligt sich an der länderübergreifenden "Lidl Soja-Initiative". In diesem Rahmen hat sich der Discounter zum Ziel gesetzt, bei seinen Lieferanten langfristig nur noch zertifiziert nachhaltigeres und gentechnikfreies Soja als Futtermittel für die Erzeugung von Schweine- und Rindfleischerzeugnissen einsetzen zu lassen. Damit trägt das Handelsunternehmen in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz insgesamt zu einer sukzessiven Erhöhung der verfügbaren Menge an zertifiziert nachhaltigerem und gentechnikfreiem Soja bei.

Konkret plant das Unternehmen im Zuge seiner "Lidl Soja-Initiative" in den drei Ländern die komplett benötigte Menge von 147.000 Tonnen Sojabohnen zertifizieren zu lassen. Dazu arbeitet Lidl mit der Non-Profit-Organisation ProTerra Foundation zusammen und unterstützt ausgewählte Farmen in Brasilien in den kommenden drei Jahren mit einem siebenstelligen Betrag. Damit soll den Farmern die Umstellung auf zertifiziert nachhaltigeres, gentechnikfreies Soja ermöglicht und die verfügbare Menge in Europa erhöht werden. Im ersten Jahr werden die Sojabohnen ausschließlich von zwei sorgfältig ausgewählten Farmen von SLC Agricola, einem der größten brasilianischen landwirtschaftlichen Produzenten, in Maranhão stammen. Unabhängig davon werden bereits bestehende nationale Initiativen wie den konsequenten Ausbau des gentechnikfreien Sortiments fortgeführt.

Eiweißreiche Futtermittel, vor allem Soja, werden als zentraler Bestandteil des Tierfutters für die Erzeugung von vielen Produkten verwendet. Fast die gesamte Menge an verfügbarem Soja stammt jedoch aus gentechnisch modifiziertem Anbau aus Brasilien.

"Aktuell ist die verfügbare Menge an zertifiziert nachhaltigerem, gentechnikfreiem Soja noch gering", erläutert Augusto Freire, Vorsitzender der ProTerra Foundation. "Mit der 'Lidl Soja-Initiative' leistet Lidl Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Förderung von einem nachhaltigeren und gentechnikfreien Sojaanbau. Wir freuen uns, mit Lidl einen starken und engagierten Partner an unserer Seite zu haben."

"Unser Ziel ist es, bei Lidl-Eigenmarken langfristig ausschließlich nachhaltigere und gentechnikfreie Futtermittel einzusetzen. Dabei bevorzugen wir heimische Eiweißfutteralternativen vor Soja oder zumindest Soja aus der EU. Die von uns benötigte Menge ist damit jedoch nicht abzudecken. Daher setzen wir auf das Soja, welches im Rahmen der 'Lidl Soja-Initiative' importiert wird. Wir wollen heute mit gutem Beispiel vorangehen und hoffen, dass die Branche nachzieht", so Christof Mross, Geschäftsführer Einkauf bei Lidl Deutschland.

Über den ProTerra-Standard
Der ProTerra-Standard zertifiziert ausschließlich gentechnikfreies Soja entlang der gesamten Lieferkette. Der Standard verpflichtet zu nachhaltigeren landwirtschaftlichen Praktiken für gesteigerte Bodenfruchtbarkeit, die Erhaltung der Artenvielfalt sowie effizientem Wassermanagement und unterstützt die Erzeuger bei dem Verzicht auf international verbotene Pestizide. Für bessere Arbeitsbedingungen und den Schutz der Gemeinden gibt der ProTerra Standardkriterien in den Bereichen Arbeitssicherheit sowie Kinder- und Zwangsarbeit vor. Gemeinsam mit unterschiedlichen Stakeholdern wurde der Standard 2004 formuliert und wird von der ProTerra Foundation geleitet.

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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