Sie sind hier

07.10.2014 | KPMG: Die Einkaufsliste überprüfen – Veranstaltung zu CO2-Management in der Wertschöpfungskette

In vielen Branchen entstehen weit über 50 Prozent der CO2-Emissionen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Die Veranstaltung Zukunftsklima schaffen! präsentierte am 7. Oktober innovative Ansätze und Erfahrungen zum Thema CO2-Management.

KPMG hatte in die Berliner Niederlassung eingeladen, zusammen mit der Stiftung 2°, eine Initiative deutscher Unternehmer für den Klimaschutz. Fünf Manager für Nachhaltigkeit gaben den 40 Gästen aus der Wirtschaft erhellende Einblicke, wie CO2-Management in großen Unternehmen gelingen kann: Moritz Nill von Systain, Diana Wicht von McDonald’s Deutschland, Andreas Streubig von der Otto Group und Daniel Schmid von SAP.

Die Wirtschaft hat die CO2-Reduktion in der Wertschöpfungskette lange stiefmütterlich behandelt“, sagt Joachim Ganse, Director Sustainability Services bei KPMG in Deutschland. Immerhin blicken einige Unternehmen in Sachen Klimaschutz und Lieferkette bereits nach vorne.

„Wichtig ist es, Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette zu behalten“, rät Moritz Nill. Viele Firmen würden jedoch nur das Pendeln und die Dienstreisen reduzieren. Stattdessen sollten Unternehmen die ganze Einkaufsliste auf CO2 überprüfen. Deshalb kennt auch McDonald’s Deutschland seine Liste genau. Das Unternehmen legt großen Wert darauf, den ökologischen Fußabdruck zu verringern. „Unsere Lieferkette ist überraschend national“, sagt Diana Wicht. 70 Prozent der landwirtschaftlichen Rohwaren kämen aus Deutschland. SAP achtet bei seinen Anschaffungen auf niedrige Betriebskosten. So sollen Laptops wenig Strom verbrauchen. „Selbst messen“, empfiehlt Daniel Schmid.

„Nachhaltigkeit braucht Begeisterung“ ist das Motto von Andreas Streubig, Nachhaltigkeitsmanager bei der Otto Group. Der Einzelhandelskonzern beschafft Waren aus 70 Ländern und hat sich der Brancheninitiative CPI2 angeschlossen. Es bietet Fabriken und Händlern zahlreiche Vorteile und Auszeichnungen, wenn sie CO2-Emissionen reduzieren. 

Auf der anschließenden Podiumsdiskussion sind sich die Referenten und Gastgeber einig: CO2 Management ist nicht nur ein moralisches sondern, auch ein wirtschaftliches Thema: Unternehmen, die weniger emittieren, können ihre gesamte Lieferkette effizienter gestalten und vermeiden Risiken wie drohende Regulierung oder Reputationsverlust.

Bilder

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Sie bekommen in Zukunft unseren Newsletter, neueste econsense-Mitteilungen sowie Informationen zu unseren Veranstaltungen zugesandt. Indem Sie die Anmeldung ausfüllen und auf „Newsletter abonnieren“ klicken, stimmen Sie zu, dass Sie in Zukunft unseren Newsletter erhalten möchten. Sie können sich jederzeit wieder von unserem Verteiler abmelden.