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26.09.2014 | Kohleabbau in Kolumbien - EnBW setzt mit Fachtagung wichtigen Impuls

Der Kohleabbau in Kolumbien steht wegen schlechter Arbeitsbedingungen, Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen immer wieder in der öffentlichen Kritik. Die EnBW bezieht rund ein Drittel ihrer Steinkohle aus dem südamerikanischen Staat. Sie hat daher Mitte September 2014 gemeinsam mit der Friedrich-Ebert Stiftung Kolumbien und der Industriegewerkschaft für Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) in der Hauptstadt Bogota die zentralen Akteure zu einer Fachtagung „Verantwortlicher Kohlebergbau in Kolumbien“ eingeladen.

Zwei Tage lang diskutierten 90 hochrangige Teilnehmer, wie der stellvertretende kolumbianische Minister für Bergbau, Cesar Diaz und der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis. Es nahmen aktiv Vertreter verschiedener nationaler und internationaler Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und lokale Gewerkschaften teil. Alle deutschen Energieversorger waren vertreten, sowie die Chefs von drei der vier größten kolumbianischen Minenunternehmen und Kohleproduzenten (Cerrejon, Drummond und Prodeco). Die EnBW wurde von Vorstandsmitglied Hans-Josef Zimmer repräsentiert.

„Es ging um Arbeitsschutz, Umweltschutz, Menschenrechte und Mitbestimmung“, fasst Zimmer die Themen der Konferenz zusammen. Die Arbeitsbedingungen für das Minenpersonal waren dabei ein wichtiger Punkt, ebenso die Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen in der Vergangenheit. Damit handelte es sich um die erste Veranstaltung dieser Art, bei der Repräsentanten der Bergbauunternehmen in den direkten Austausch mit ihren Kritikern gingen.

„Wir haben es geschafft, wesentliche Interessengruppen an einen Tisch zu bekommen“, sagt Technikvorstand Hans-Josef Zimmer. Und fügt hinzu: „Wir haben es auch geschafft, sie am Tisch zu behalten!“ Das war nicht einfach, denn bisweilen war die Gesprächsatmosphäre sehr angespannt.

Positive Signale Zeichen, dass sich nach der Konferenz von Bogota etwas ändert, gibt es. So vereinbarten die Beteiligten, in naher Zukunft konkrete Projekte miteinander anzugehen. „Letztlich können wir bei dem Thema nur Anstöße liefern und unsere Erfahrung und Hilfe anbieten“, fasst Zimmer die Ergebnisse dieser in ihrer Art bisher einzigartigen Konferenz aus EnBW-Sicht zusammen. Die Situation in Kolumbien werden die Verantwortlichen der EnBW daher weiterhin im Blick haben.

Fast ein Drittel ihrer für den Betrieb der konventionellen Kraftwerke notwendigen Steinkohle – das sind jährlich rund 2,3 Millionen Tonnen – bezieht die EnBW aus Kolumbien. Die Vorteile der kolumbianischen Kohle: der niedrige Schwefelanteil, ein hoher Heizwert und der Preis.

Die EnBW setzt sich in ihren jüngst verabschiedeten  Verhaltensgrundsätzen für bessere Abbaubedingungen in den Kohleabbaugebieten ein. Bereits im März 2014 erkundete eine EnBW-Delegation die Lage in den beiden wichtigsten kolumbianischen Kohleabbaugebieten. Als Konsequenz ist die EnBW seit Mai regelmäßig vor Ort und steht im Dialog mit den diversen Stakeholdern. Ihre Geschäftspartner überprüft die EnBW auch daraufhin, ob Menschenrechte eingehalten werden und soziale und ökologische Mindestkriterien erfüllt werden.

Mehr Informationen zu unserem Engagement und zu verantwortlicher Kohlebeschaffung: https://www.enbw.com/unternehmen/konzern/ueber-uns/verantwortung/verantwortliche-kohlebeschaffung/index.html

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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