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28.09.2012 | Internationale „Bettercoal-Initiative“ startet Online-Konsultation über neuen „Code of Practice“

  • Erwartung an Arbeits- und Umweltbedingungen in Kohleminen weltweit sollen präzisiert werden
  • Einbindung wichtiger Zielgruppen auf breiter Basis/Aufruf zu internationaler Beteiligung an der Online-Konsultation


Im April dieses Jahres gründete die RWE AG zusammen mit sieben weiteren europäischen Energieversorgern die „Bettercoal-Initiative“. Ziel dieser internationalen Initiative ist es, weltweit die Arbeits- und Umweltbedingungen in Kohlebergwerken und entlang der gesamten Förder- und Lieferkette zu verbessern.

„Wir wollen die Erwartung und Anregungen aller Stakeholder, auch und besonders die Anwohner im Umfeld der Minen besser verstehen und angemessen im Kodex berücksichtigen“, so Joachim Löchte, Chairman von Bettercoal.

Der RWE Manager Joachim Löchte war im April zum Vorsitzenden des Gründungsdirektoriums von Bettercoal gewählt. Löchte: „Derzeit erarbeiten wir mit Vertretern der kritischen Öffentlichkeit und den Bergbauunternehmen Anforderungen an eine nachhaltige Steinkohlegewinnung. Auf dieser Basis werden unabhängige Dritte noch in 2012 damit beginnen, die ersten Minen aufzusuchen und sich ein Bild vor Ort zu machen.“

Mit der jetzt erfolgten Einladung zur Kommentierung des „Code of Practice“, der auf bestehenden Bergbaustandards und derzeitigen Best Practices in der Branche aufbaut, hat Bettercoal ein erstes wichtiges Ziel erreicht. Der angekündigte Beratungsprozess, dessen erste Phase in diesem Monat startet, wird gemäß internationalen Best Practices (ISEAL siehe unten) durchgeführt und umfasst eine eigene Website sowie Veranstaltungen mit Stakeholdern in vier führenden Kohleexportländern.

Der Bettercoal-Kodex formuliert die ethischen, sozialen und ökologischen Grundsätze und Erwartungen, nach denen sich die Kohlelieferkette der Bettercoal-Mitglieder ausrichten soll. Sie bilden die Grundlage für regelmäßige Beurteilungen durch unabhängige Gutachter vor Ort. Diese Informationen liefern zuverlässige Daten, die Kohle-Einkäufer in ihren jeweiligen Kohlebeschaffungsentscheidungen nutzen können.

Martin Christie, Executive Director von Bettercoal: „Wir möchten erreichen, dass unser Kodex zur weltweit akzeptierten Referenz für ethisch, sozial und ökologisch verantwortliches Handeln entlang der Kohlelieferkette wird. Dafür werden wir intensiv mit den betroffenen Stakeholdern zusammenarbeiten.“

Bettercoal entwickelt den Kodex in enger Abstimmung mit einer Beratungsgruppe, die sich aus Vertretern der Zivilgesellschaft (Nicht-Regierungsorganisationen, Gewerkschaften und akademischen Experten) und Bergbauunternehmen zusammensetzt.

Bettercoal führt den globalen Konsultationsprozess zum Bettercoal-Kodex gemäß dem ISEAL Code of Practice for Setting Social and Environmental Standards (ISEALVerhaltenskodex für die Entwicklung von sozialen und ökologischen Standards) durch. Hierfür plant Bettercoal folgende Vorgehensweise hinsichtlich Reichweite und Einbindung:

  • Zwei Online-Konsultationsphasen von mindestens 60 bzw. 30 Tagen
  • Einen Online-Konsultationskanal über eine eigens eingerichtete Website, in den Nutzer Stellungnahmen einstellen und nachlesen können
  • Konsultationsunterlagen in vier Sprachen: u.a. Englisch, Bahasa Indonesia, Russisch und Spanisch
  • Lokale Veranstaltungen in Europa sowie in wichtigen Kohleförderländern, u.a. Kolumbien, Indonesien, Russland und Südafrika


Weitere Informationen bietet die eigene Internet Plattform www.bettercoal.org. Dort befinden sich nähere Informationen zum Konsultationsverfahren und Zeitplan. Zudem sind Interessierte eingeladen, sich dort zum Online-Konsultationsprozess anzumelden.

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