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09.03.2016 | Deutsche Post DHL Group veröffentlicht den zwölften Bericht zur Unternehmensverantwortung

Mit dem zwölften jährlichen Bericht zur Unternehmensverantwortung gibt Deutsche Post DHL Group einen Überblick über die Corporate-Responsibility-Aktivitäten des vergangenen Jahres. Der Bericht betont mit seinem Titel "essenziell" zugleich den zentralen Stellenwert, den Verantwortung als Aspekt unternehmerischen Handelns bei Deutsche Post DHL Group genießt.

Die Schwerpunktsetzung erfolgte 2015 erneut im engen Austausch mit den Anspruchsgruppen des Unternehmens. So wurden 2015 im Rahmen einer Materialitätsanalyse acht zentrale Nachhaltigkeitsthemen in den Bereichen Mitarbeiter, Umwelt und Corporate Governance identifiziert und daraus entsprechende Steuerungsgrößen und Ziele abgeleitet. In 2015 wurde erstmals nach der G4-Leitlinie für Nachhaltigkeitsberichterstattung der "Global Reporting Initiative" berichtet.

 "Wir haben unseren diesjährigen Bericht mit dem Stichwort "Essenziell" überschrieben, um zu verdeutlichen, dass Unternehmensverantwortung und wirtschaftlicher Erfolg für uns untrennbar sind", sagt Christof Ehrhart, Leiter Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung Deutsche Post DHL Group.

Der Bericht, der vollständig unter www.dpdhl.de/cr-bericht2015 abgerufen werden kann, behandelt materielle Nachhaltigkeitsfragen in sozialen, ökonomischen und ökologischen Handlungsfeldern, und berichtet über strategische Entscheidungen, Maßnahmen und erzielte Fortschritte im vergangenen Jahr.

Die Qualität der Nachhaltigkeitsmaßnahmen von Deutsche Post DHL Group spiegelte sich 2015 in einer Vielzahl von externen Auszeichnungen und Bestnoten wider. So wurde das Unternehmen unter anderem in den "Dow Jones Sustainability Indizes" (DJSI) World und Europe bestätigt und zum zweiten Mal mit der Bestnote AAA als einziges Logistikunternehmen durch den Finanzdienstleister "MSCI" bewertet. Im Umweltbereich erzielte Deutsche Post DHL Group mit 100A die höchstmögliche Punktzahl des "Carbon Disclosure Project" (CDP).

Die wichtigste Steuerungsgröße im Umweltbereich bleibt die CO2-Effizienz. Im Berichtsjahr konnte Deutsche Post DHL Group diese um einen Indexpunkt gegenüber dem Vorjahr verbessern. Damit steigerte das Unternehmen seine CO2-Effizienz um 25 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2007. Dem konzernweiten Klimaschutzziel - einer Verbesserung der CO2-Effizienz bis 2020 um 30 Prozent gegenüber dem Referenzjahr - ist Deutsche Post DHL Group damit wieder einen Schritt nähergekommen. Dazu trug eine Vielzahl von Maßnahmen bei: So startete die Kleinserienproduktion des selbstentwickelten Elektrofahrzeugs StreetScooter mit zunächst 500 produzierten Exemplaren. Im Jahr 2015 wurden rund 22.500 Effizienzmaßnahmen an rund 13.500 Fahrzeugen eingesetzt. Diese beinhalten Anwendungen wie z.B. Aerodynamik, Telematik oder Öko-Chip-Tuning. Aber auch die Anzahl der alternativen Antriebe konnte signifikant erhöht werden: von rund 350 Elektrofahrzeugen im Jahr 2014 steigerte Deutsche Post DHL Group die Elektroflotte auf 937 Fahrzeuge in 2015. Der Ausbau der Elektromobilität wird sich 2016 fortsetzen, unter anderem sollen in diesem Jahr weitere StreetScooter in der Brief- und Paketzustellung in Deutschland zum Einsatz kommen. Und sogar im europäischen Ausland wurden im Berichtsjahr bereits einige StreetScooter erfolgreich eingesetzt.

Auch die CO2-Effizienz an den Standorten von Deutsche Post DHL Group wurde durch vielfältige Maßnahmen - darunter effizientere Beleuchtung, intelligente Klimasysteme und die Installation von Photovoltaikanlagen - verbessert. Zudem konnte die Einführung des Energiemanagements nach ISO 50001 an den europäischen Standorten weitgehend abgeschlossen werden, erste Standorte konnten 2015 bereits nach ISO 50001 zertifiziert werden.

Die Mitarbeiterzahl wuchs in einem herausfordernden Wirtschaftsumfeld 2015 um 8.900 Beschäftigte weltweit.

Mit der konzernweiten Initiative "Certified" soll das Engagement der Mitarbeiter in 2016 weiter gefördert und entwickelt werden. Bis zum Jahr 2020 sollen 80 Prozent aller Mitarbeiter zertifiziert werden. Der Bericht zur Unternehmensverantwortung dokumentiert auch das freiwillige Engagement der Mitarbeiter. Aushängeschild dafür ist der jährliche Global Volunteer Day, an dem 2015 mehr als 78.000 Mitarbeiter weltweit mit eigenen Projekten teilnahmen (2014:77.000) und über 260.000 Stunden in mehr als 2.000 Projekten investierten.

In den Handlungsfeldern Prävention und Katastrophenhilfe, in denen Deutsche Post DHL Group mit dem Katastrophenmanagementprogramm GoHelp weltweit aktiv ist, bestand 2015 erneut großer Handlungsbedarf. Disaster Response Teams, die im Katastrophenfall am Flughafen vor Ort die eintreffenden Hilfsgüter abwickeln und für die Verteilung vorbereiten, kamen im Berichtsjahr in Brasilien, Chile, Guatemala, Nepal und im Inselstaat Vanuatu zum Einsatz. Rund 400 Mitarbeiter standen dafür weltweit als Freiwillige zur Verfügung. Um Flughäfen auf Naturkatastrophen vorzubereiten, wurden im Rahmen des GARD-Programms Workshops in der Dominikanischen Republik, in Indien und Mazedonien durchgeführt.

Im Bereich Corporate Citizenship wurde die erfolgreiche Partnerschaft mit SOS Kinderdorf um Kinderdörfer in Nigeria und Tansania auf heute insgesamt 26 Länder erweitert. Insgesamt entwickelte sich die konzernweite Bildungsinitiative GoTeach, die zum Ziel hat, die Bildungs- und Berufschancen sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher zu verbessern, im Berichtsjahr sehr positiv: Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem internationalen Netzwerk "Teach for All" ging das Unternehmen neue Kooperationen mit Landesorganisationen in Bangladesch und Malaysia ein. Damit gibt es nun Bildungskooperationen in zehn Ländern.
Im Hinblick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen, aber auch die Chancen, die sich aus der Flüchtlingskrise ergeben, hat Deutsche Post DHL Group 2015 gemeinsam mit Aktion Deutschland Hilft, SOS Kinderdorf, Stiftung Lesen und Teach First Deutschland ein Projekt zur Flüchtlingshilfe in Deutschland ins Leben gerufen, das erfolgreich angelaufen ist. Dabei wird der Schwerpunkt auf Spracherwerb und berufliche Qualifikation gelegt: Deutsche Post DHL Group bietet deutschlandweit unter anderem 1.000 zusätzliche Praktikumsstellen eigens für Flüchtlinge an, um damit die Perspektive für eine mögliche Ausbildung und Berufstätigkeit zu legen. Neben der Qualifizierung von rund 100 Koordinatoren setzt Deutsche Post DHL Group dabei auf das ehrenamtliche Engagement von bis zu 10.000 Mitarbeitern vor Ort.

"Die Flüchtlingshilfe ist ein konkretes Beispiel dafür, dass wir bei dem Thema Unternehmensverantwortung zwar langfristig denken und planen, aber auch in der Lage sind, uns kurzfristig auf gesellschaftliche Herausforderungen einzustellen", so Christof Ehrhart. "Von unserem Engagement profitieren die Flüchtlinge, denen wir eine Perspektive in Deutschland geben wollen."

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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