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05.09.2016 | Deutsche Post DHL Group und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen bereiten Flughäfen auf Bali und Lombok auf logistische Herausforderungen nach Naturkatastrophen vor

Deutsche Post DHL Group und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) führen in Indonesien vom 5. bis 9. September am Ngurah Rai International Airport auf Bali sowie am Lombok International Airport und am Selaparang Airport auf Lombok erneut das gemeinsam initiierte Präventionstraining "Get Airports Ready for Disaster" (GARD) durch. Indonesien war mit den Flughäfen in Makassar und Palu auch das Pilotland, bevor das Präventionsprogramm ab 2009 weltweit umgesetzt wurde. 

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo mehrere Kontinentalplatten aufeinandertreffen. Dadurch ist die Inselkette häufig Bedrohungen durch Erdbeben, Tsunamis und aktive Vulkane ausgesetzt. Darüber hinaus sind die Inseln Bali und Lombok im indonesischen Disaster Risk Index (2013) als Hochrisikogebiete klassifiziert. Die Flughäfen beider Provinzen haben bereits in der Vergangenheit nach Eruptionen des Rinjani-Vulkankomplexes ihren Betrieb einstellen müssen.

Über 50 Teilnehmer - darunter Vertreter der Flughafengesellschaft, der Flugsicherheit, der nationalen und regionalen Katastrophenschutzbehörden, des Indonesischen Roten Kreuzes, der Einwanderungsbehörden, des Militärs und der Polizei - werden im Rahmen des mehrtägigen Workshops darauf vorbereitet, ein nach Naturkatastrophen stark erhöhtes Güter- und Passagieraufkommen zu bewältigen.

"Nach Naturkatastrophen werden Flughäfen zu lebenswichtigen Drehkreuzen für die Abfertigung eintreffender Hilfsgüter", so Christof Ehrhart, Leiter Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung bei Deutsche Post DHL Group. "Gut durchdachte Prozesse an den Flughäfen und eine professionelle Zusammenarbeit der beteiligten Hilfsorganisationen sind die Grundvoraussetzungen dafür, dass Hilfslieferungen an den Flughäfen reibungslos abgefertigt werden können und  schnell und wirkungsvoll in die betroffenen Gebiete gelangen. Mit dem GARD-Programm wollen wir dazu beitragen, das Krisenmanagement dieser in geologischer Hinsicht besonders gefährdeten Region zu verbessern."

"Die Flughäfen sind oftmals nicht darauf vorbereitet, mit großen Naturkatastrophen oder humanitären Krisen umzugehen, was dazu führt, dass Helfer und Hilfslieferungen nicht schnell genug zu den Menschen in Not gelangen. GARD arbeitet daher speziell mit allen beteiligten Stellen am Boden zusammen, um eventuelle Engstellen zu beheben, durch die sich Rettungsmaßnahmen verzögern könnten. Ein Lob gebührt der indonesischen Regierung, die sich für die Präventivmaßnahmen einsetzt, und den Flughafenbehörden, die auf Risikomanagement Wert legen", sagte der UN-Koordinator in Indonesien, Douglas Broderick.

Die Trainings umfassen die Bewertung der Flughafenkapazitäten zur Abfertigung großer Passagier- und Güteraufkommen und zur Lagerung von Hilfsgütern ebenso wie die Erstellung standortspezifischer Krisenpläne.

Seit 2009 wurden GARD-Workshops an folgenden acht Flughäfen in Indonesien abgehalten: Sultan Hassanuddin Airport in Makassar (2009), Mutiara Airport in Palu (2009), Ngurah Rai Airport (ehemaliger Flughafen) in Denpasar (2011), El Tari Airport in Kupang (2011), Polonia Airport in Medan (2012), Sultan Iskandarsyah Airport in Banda Aceh (2012), Fatmawati Airport in Bengkulu (2012) und Minangkabau Airport in Padang (2013).

GARD wurde 2009 von Deutsche Post DHL Group in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) entwickelt, um Flughäfen in katastrophengefährdeten Gebieten darauf vorzubereiten, große Hilfsgütermengen nach Naturkatastrophen professionell abzufertigen. Zudem vertieft das Training bei den beteiligten Hilfsorganisationen das Verständnis für die Prozesse an Flughäfen im Katastrophenfall. Dadurch sollen Hilfsmaßnahmen vereinfacht und die Gesamtkoordination verbessert werden.

Bislang wurden GARD-Workshops an 34 Flughäfen in Armenien, Bangladesch, der Dominikanischen Republik, El Salvador, Indien, Indonesien, Jordanien, Libanon, Mazedonien, Nepal, Panama, Peru, den Philippinen, den Seychellen, Sri Lanka und der Türkei abgehalten.

Die GARD-Trainer und -Materialien werden von Deutsche Post DHL Group unentgeltlich zur Verfügung gestellt. UNDP verantwortet die Projektumsetzung sowie die Koordination mit den Regierungsstellen. Die Organisation der GARD-Workshops sowie logistische Kosten werden vollständig vom UNDP übernommen. Die deutsche Regierung beteiligt sich an der Finanzierung.

GARD ist Teil des Programms GoHelp, unter dem Deutsche Post DHL Group sämtliche Aktivitäten des Konzerns in der Präventionsarbeit und Soforthilfe bei Naturkatastrophen zusammenfasst. Als Präventionsmaßnahme werden Flughäfen mit GARD-Workshops auf mögliche Naturkatastrophen vorbereitet. Tritt dieser Fall ein, leisten Disaster Response Teams (DRT) Soforthilfe und sorgen dafür, dass Hilfsgüter am Flughafen koordiniert entgegengenommen und den richtigen Hilfsorganisationen übergeben werden.

Die DRT wurden in Zusammenarbeit mit dem Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UNOCHA) aufgebaut. Sie umfassen ein Netzwerk aus weltweit über 400 engagierten, speziell geschulten freiwilligen Mitarbeitern von Deutsche Post DHL Group.

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

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