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06.05.2013 | Deutsche Bank begleitet White Paper zu ESG-Investments: Frischer Wind für das Portfolio

Verantwortungsbewusstes Investieren, das Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekte in Anlageentscheidungen integriert, bringt frischen Wind in das Portfolio institutioneller und privater Investoren, wie Andreas Hoepner im neuesten White Paper des Global Financial Institute beschreibt.

Die Rede ist von sogenannten ESG-Investments. E steht für Environmental, S für Social, G für Governance. Verantwortliches Investieren eröffnet Chancen auf höhere Erträge und reduzierte Anlagerisiken“, so der Dozent der Universität St. Andrews in Schottland, der auch als stellvertretender Direktor des Instituts für Responsible Banking and Finance fungiert.

ESG-Kriterien beziehen sich auf Punkte wie Klimawandel, Umweltverschmutzung, biologische Vielfalt oder Wasserknappheit ebenso wie Arbeitnehmer-Beziehungen, soziales Engagement, Menschenrechte, Minderheitenschutz oder das Meiden schädlicher Produkte wie Tabak. In puncto Corporate Governance werden beispielsweise der Anlegerschutz oder die Machtbeschränkung von Unternehmensführern angesprochen.

Hoepner legt dar, dass sich das Volumen von ESG-Anlagen in den vergangenen zehn Jahren nahezu verzehnfacht hat. Ausschlaggebend dafür war seiner Meinung nach in erster Linie der Wunsch der Anleger, ESG-Kriterien stärker zu berücksichtigen. Außerdem hat er festgestellt, dass diese Themen von vielen Analysten und Investment Managern noch zu wenig berücksichtigt werden. Dies wiederum verschaffe verantwortlich orientierten Anlage-Experten einen Informationsvorsprung gegenüber anderen Marktteilnehmern.

In einer Studie konnte Hoepner empirisch belegen, dass verantwortlich ausgerichtete Investments in mehreren Industrien höhere Ertragschancen aufweisen als Anlagen ohne Berücksichtigung von ESG-Aspekten. Zudem stellte er fest, dass diese Investments einem geringeren Anlagerisiko unterliegen. Forschungen der Universitäten Maastricht und Reading belegen, dass Unternehmen mit einem höheren ESG-Rating im Durchschnitt höhere Kreditratings und geringere Kapitalkosten haben. Bei verantwortlich ausgerichteten Portfolios wiederum misst Hoepner ein geringeres Downside-Risiko, selbst wenn sie weniger stark diversifiziert seien.

Nicolas Huber, der die ESG-Interessen von Deutsche Asset & Wealth Management koordiniert und die Studie begleitet hat, konstatiert: „In Hoepners Untersuchungen hat sich das ESG-Konzept als erfolgreich und wirkungsvoll erwiesen. Das zeigt die Eignung verantwortlichen Investierens als langfristige Anlagestrategie, die von institutionellen wie privaten Anlegern gleichermaßen berücksichtigt werden sollte.“

Mehr zu diesem Thema (in Englisch):
https://www.dgfi.com/DGFI/White-Papers/Environmental-social-and-governance-(ESG)-data-Can-it-enhance-returns-and-reduce-risks

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

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