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28.05.2017 | Deutsche Bahn Rekordinvestition: 5,5 Milliarden Euro für Bahnhöfe

In den kommenden fünf Jahren fließt die Rekordsumme von 5,5 Milliarden Euro in die Modernisierung und Instandhaltung der Bahnhöfe. „Nach der Investitionsoffensive in das Netz folgen nun die Bahnhöfe. 5,5 Milliarden Euro für die Modernisierung und Instandhaltung der Bahnhöfe gab es noch nie – das ist neuer Rekord“, so Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG, in Berlin. „Wir investieren dort, wo Verbesserungen für unsere Kunden direkt spürbar sind: In die Barrierefreiheit, in höhere Aufenthaltsqualität in unseren Bahnhöfen, in digitalen Service und eine höhere Zuverlässigkeit von Aufzügen und Rolltreppen.“

Bauen und Investitionen für mehr Barrierefreiheit und Komfort

Für die Modernisierung der Bahnhofsinfrastruktur, insbesondere zur Verbesserung der Barrierefreiheit, stellen Bund und Länder erhebliche Fördermittel zur Verfügung. Insgesamt haben Bund, Länder und DB seit 2010 pro Jahr durchschnittlich 800 Millionen Euro für die Modernisierung und Instandhaltung von Bahnhöfen inklusive des barrierefreien Ausbaus ausgegeben. Im laufenden Jahr wird diese Summe erstmals deutlich überschritten und liegt bei bundesweit 900 Millionen Euro, in den Folgejahren steigen die Ausgaben sogar auf mehr als 1 Milliarde Euro pro Jahr.

Herausragende Projekte sind die Um- und Neugestaltungen der Hauptbahnhöfe Dortmund, Münster (Westf), Frankfurt am Main, München und Stuttgart. Aber auch in zahlreiche kleinere und mittelgroße Bahnhöfe wird kräftig investiert, z.B. in neue Rolltreppen, Aufzüge, Infotafeln für Reisende, Sitzbänke, Wegeleitsysteme, Fußböden und Rampen für barrierefreie Zugänge. Allein 2017 werden bundesweit rund 200 Bauprojekte an den Bahnhöfen begonnen; gleichzeitig werden über 200 Modernisierungsmaßnahmen fertiggestellt.

Mittlerweile sind 77 Prozent der 5.400 Personenbahnhöfe stufenfrei – damit werden bereits 82 Prozent der Reisenden erreicht. Pro Jahr wird an durchschnittlich 100 Stationen die Barrierefreiheit verbessert.

Digitalisierung und Innovationen

Für eine bessere Information der Reisenden an den großen Bahnhöfen soll die neue „DB Information“ sorgen. Ab Herbst dieses Jahres sollen in allen Hauptbahnhöfen moderne Empfangsschalter eingerichtet werden. Auf einem großen Monitor sind dann bereits aus der Ferne Informationen sichtbar, Kundenmonitore unterstützen die persönliche Beratung, und an Selbstbedienungsterminals können Kunden Online-Tickets und Bescheinigungen bei Verspätungen ausdrucken oder eine Mobilitätshilfe bestellen. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 14 Millionen Euro – zusätzlich zu den 5,5 Milliarden Euro. Der Austausch der bestehenden DB Informationen bundesweit beginnt ab Herbst 2017 mit folgenden Hauptbahnhöfen: Nürnberg, Hannover, Leipzig, Köln, Hamburg, Frankfurt, Mannheim, Berlin sowie Berlin Ostbahnhof und soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Die App „DB Bahnhof live“ bietet Informationen rund um die 5.400 Bahnhöfe. Angezeigt wird auch, ob ein Aufzug am Bahnhof einmal nicht funktioniert. Ein interaktiver Wagenreihungsplan rundet das Angebot ab.

In Augsburg Hbf werden ab Mai in einem Pilotversuch die ersten digitalen Vitrinen getestet, die stets auf aktuellem Stand sein sollen und die üblichen Aushänge langfristig ersetzen könnten. Überzeugen die Testergebnisse, folgen weitere Bahnhöfe.

Innovativ sind die neuen DB BahnhofsBoxen. Die intelligenten Schließfächer werden seit Ende März in Stuttgart Hbf und in Kürze in Berlin Ostbahnhof zur Lieferung von Lebensmitteln und anderen Produkten erprobt: Der Kunde bestellt im Internet Ware, die dann abholbereit für ihn im Schließfach am Bahnhof lagert. Weitere Bahnhöfe sollen folgen.

Service und Komfort

Um den Kunden die Wartezeit am Bahnsteig möglichst angenehm zu gestalten, entsteht in Berlin zurzeit der Prototyp eines neuen Aufenthaltspavillons, der heller, eleganter und einladender ist als die Vorgängermodelle. Er verfügt unter anderem über einen Info-Bildschirm für Uhrzeit und Fahrpläne und eine USB-Ladebuchse. Der erste neue Wartepavillon wird als Pilotprojekt ab Juni in Wolfsburg Hbf stehen.

Ab Juli wird durch ein neues Reinigungskonzept die Sauberkeit an Bahnhöfen verbessert. Verschmutzungen sollen dann schneller und zielgerichteter beseitigt werden. Darüber hinaus wird die Meinung der Reisenden und Besucher stärker einbezogen. Die Möglichkeit für Kunden, Verschmutzungen per WhatsApp zu melden, ist im März in Berlin und Hannover als Pilotprojekt gestartet und soll nach erfolgreicher Testphase an über 80 großen Bahnhöfen bundesweit angeboten werden. Neben den 5,5 Milliarden Euro Investitionen gibt die DB jährlich einen hohen zweistelligen Millionenbetrag für die Reinigung der Bahnhöfe aus.

Frischer und einladender sollen auch die Sanitäranlagen an hochfrequentierten Bahnhöfen werden. Durch Modernisierung oder Neubau in Kooperation mit Partnern werden bis Anfang 2018 die rund 100 größten Bahnhöfe mit behindertengerechten Sanitäranlagen ausgestattet sein. Bis Mitte 2017 werden über 80 Standorte saniert sein.

Mit dem 2016 gestarteten Qualitätsprogramm „Zukunft Bahn" wird die DB Qualität, Pünktlichkeit und Kundenorientierung nachhaltig verbessern. Ihre Kunden will die DB mit Sauberkeit und Komfort in den Bahnhöfen, pünktlicheren Zügen, zuverlässiger Kundeninformation und komfortablen Fahrzeugen als sympathischer Dienstleister überzeugen.

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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