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09.03.2017 | Daimler stellt die Weichen für Elektromobilität

Die Daimler AG steigt als Lead-Investor bei dem amerikanischen Ladelösungsanbieter ChargePoint Inc. ein und sichert sich damit einen Sitz im Board of Directors des Unternehmens. ChargePoint gilt im Segment der elektromobilen Ladelösungen weltweit als führender Anbieter und ist Marktführer in den USA. Durch den zunehmend wachsenden Anteil der Elektrifizierung des Antriebs ist ChargePoint mit seinem Angebotsportfolio klar auf Wachstumskurs. Eine Ausweitung des Geschäfts auf den europäischen Markt ist bereits geplant. Mit der strategischen Beteiligung an ChargePoint geht Daimler im Rahmen der Unternehmensstrategie „CASE" einen weiteren wichtigen Schritt - insbesondere hinsichtlich seiner neuen Produktmarke EQ, unter der das Unternehmen künftig sein Know-how rund um die intelligente Elektromobilität von Mercedes-Benz bündelt. Die Kooperation legt den Grundstein für ein umfassendes, kundenorientiertes Ladeangebot.

Daimler investiert massiv in die Elektromobilität. Die Investitionen gehen dabei weit über die reine Fahrzeugentwicklung hinaus. Im Rahmen der Elektromobilitätsoffensive von Mercedes-Benz Cars investiert das Unternehmen in den nächsten Jahren rund 10 Mrd. € in den Ausbau des Produktportfolios der Marke EQ. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau des elektromobilen Ökosystems mit Produkten, Services und Innovationen. Das Spektrum reicht von intelligenten Ladeservices für den Heimbereich sowie maßgeschneiderten Dienstleistungen bis hin zum Home-Energiespeicher, der beispielsweise mit der Photovoltaik auf dem Hausdach zusammenarbeitet. Egal ob zu Hause, bei der Arbeit oder auf der Straße: Intelligent-vernetzte Ladelösungen sind integraler Bestandteil, denn die Kundenakzeptanz im Bereich der Elektromobilität ist eng mit der Verfügbarkeit einer flächendeckenden Infrastruktur verknüpft.

Axel Harries, Leiter CASE bei der Daimler AG und damit Chef des Thinktanks rund um die Elektromobilität, wird den Sitz im Board of Directors bei ChargePoint zukünftig einnehmen. Für ihn ist die Zusammenarbeit mit ChargePoint ein wichtiger Baustein: „Mit dem konsequenten Ausbau unseres CASE-Ökosystems rund um unsere neue Produktmarke EQ sind wir auch weiterhin offen und bereit für Partnerschaften und Kooperationen auf höchstem Niveau. ChargePoint ist Experte auf dem Gebiet elektromobiler Ladelösungen mit großer Expertise in Hard- und Software. Zusammen können wir das Angebotsportfolio im Bereich intelligenter Ladelösungen deutlich ausbauen und dem Kunden ein ganzheitliches Premiumangebot im Bereich der E-Mobilität anbieten.“

ChargePoint gilt mit heute mehr als 33.000 Ladespots im Segment der elektromobilen Ladelösungen weltweit als führender Anbieter und ist Marktführer in den USA. Mit zunehmender Elektrifizierung des Antriebs steigt sukzessive die Nachfrage nach innovativen Ladelösungen des Unternehmens und beschert ihm einen stetigen Wachstumskurs. Insbesondere die internationale Ausweitung des Geschäftsfeldes auf den europäischen Markt steht aktuell auf der Agenda.

 

Daimler und ChargePoint verfolgen konsequent dasselbe Ziel: durch den gezielten Aufbau von Infrastruktur und Dienstleistungen der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Die strategische Kooperation zwischen den beiden Unternehmen ergänzt erfolgreich bestehende Allianzen und Joint-Ventures der Daimler AG zum Aufbau eines Ökosystems rund um die Elektromobilität ideal. Die Kooperationspartner starten in Kürze ihre Zusammenarbeit.

 

Und auch die Weichen in der Pkw-Produktion sind gestellt: Mit den Werken Bremen, Sindelfingen, Rastatt und Hambach verfügt Daimler nun über vier Kompetenzzentren zur Produktion von Elektrofahrzeugen. Außerdem soll in Untertürkheim im Werkteil Mettingen ein neues Kompetenzzentrum – das sogenannte „E-Technikum“- entstehen. Ebenfalls beteiligt an der Produktion von EQ-Serienfahrzeugen ist das Mercedes-Benz Werk Hamburg, das in Zukunft Hightech-Komponenten der Elektromobilität, beispielsweise Achsen für Elektrofahrzeuge der Produktmarke EQ, produzieren wird.

Das Werk Sindelfingen ist nach Bremen der zweite Standort, an dem E-Fahrzeuge der Marke EQ produziert werden. Damit wird das Werk zum Kompetenzzentrum für batterieelektrische Modelle der Ober- und Luxusklasse weiter entwickelt.

Bereits Ende des letzten Jahres wurde entschieden, dass am Standort Bremen das erste Serienmodell der Produktmarke EQ zum Ende der Dekade produziert wird. In Rastatt und in Hambach werden bereits heute die B-Klasse mit elektrischem Antrieb [Elektrischer Energieverbrauch: ab 16,6 kWh/ 100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km*] sowie die Modelle des smart electric drive produziert.

Mit der B-Klasse und dem smart fortwo electric drive hat Daimler bereits Erfahrungen in der Integration von Elektrofahrzeugen in die Serienproduktion gesammelt. Auch die EQ-Modelle sollen in den bestehenden Werken in die laufende Serienfertigung integriert werden. Die neuen Elektrofahrzeuge basieren auf einer eigens für batterieelektrische Modelle entwickelten Architektur, die skalierbar und modellübergreifend einsetzbar ist.

In Untertürkheim im Werkteil Mettingen sollen Prototypen für den elektrischen Antrieb aufgebaut werden. Das sogenannte E-Technikum wird Anlauffabrik für künftige Schlüsseltechnologien. Außerdem sind hier Montageprozesse des elektrifizierten Antriebsmoduls sowie die Produktion von Komponenten für E-Fahrzeuge geplant.

„Mercedes-Benz Cars setzt seine Offensive für die Produktion von Elektrofahrzeugen innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks fort. Damit nutzen wir die Chancen der Elektromobilität optimal und begrenzen den Investitionsbedarf deutlich. Wir haben weltweit frühzeitig in die Flexibilität und technische Ausstattung mit zukunftsweisenden Industrie 4.0-Lösungen investiert“, sagt Markus Schäfer, Bereichsvorstand Produktion Mercedes-Benz Cars.

Alle fünf deutschen Pkw-Werke haben eine Schlüsselrolle für die Elektromobilität im globalen Produktionsnetzwerk. Damit stehen Bremen, Rastatt, Sindelfingen, Hamburg und Untertürkheim sowohl was das Produktionsportfolio als auch die Innovationsfähigkeit angeht auf einem wettbewerbsfähigen Fundament und bieten den Beschäftigten gute Perspektiven für die Zukunft.

Wichtiger Bestandteil der Elektrostrategie des Unternehmens ist die Deutsche ACCUMOTIVE in Kamenz, das Kompetenzzentrum für die globale Produktion von Lithium-Ionen Batterien. Noch in diesem Jahr soll am Standort Kamenz eine zweite Batteriefabrik entstehen.

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