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16.12.2015 | CR-Forum der Deutschen Telekom: Nachhaltiges Lieferantenmanagement zahlt sich aus

Unter dem Motto „Enabling sustainability: Turning visions into reality“ stand 2015 das CR Stakeholder Forum der Deutschen Telekom. Anfang November tauschten sich in Bonn Nachhaltigkeits-Experten, Lieferanten, Vertreter von NGOs und weitere interessierte interne und externe Stakeholder zu aktuellen Themen, Fortschritten und Aufgaben rund um das Thema Corporate Responsibility aus. Schwerpunkt war neben „Nachhaltiger Lebensstil“ das Thema „Nachhaltiges Lieferantenmanagement“ im Konzern.

„Es gilt heute Lösungen zu finden, damit wir im Jahr 2050, in welchem wir vermutlich 9 Mrd. Menschen auf der Erde sein werden, friedlich miteinander auskommen können“, teilte Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesumweltminister a.D., den Anwesenden in seiner Eröffnungsrede des CR Stakeholder Forums mit. Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) können darauf positiven Einfluss haben. Da Nachhaltigkeit aber äußerst komplex ist – sie bleibt immer ein fortschreitender Prozess – sieht Töpfer einen Erfolg nur dann, wenn „gemeinsam“ dafür gearbeitet wird. Nachhaltiges und verantwortliches Agieren bilden die Grundlage für eine gemeinsame Zukunft! Die Herausforderung besteht daher unter anderem darin, die Transparenz über globale Lieferketten zu erhöhen, aber gleichzeitig auch die Zusammenarbeit mit Lieferanten zu stärken. Nur so kann ein nachhaltiges Lieferantenmanagement garantiert werden. In zahlreichen Gesprächen griffen unsere externen und internen Gäste diesen Gedanken auf.

Umfassendes Lieferantenmanagement
Ein nachhaltiges Lieferantenmanagement ist sehr komplex, besonders hinsichtlich der Märkte, Kategorien und Transparenz. Die Umsetzung in die Praxis ist eine große logistische Herausforderung. Ein wirklich nachhaltiges Lieferantenmanagement ist nur dann möglich, wenn es gelingt, neben den unmittelbaren Zulieferern auch die Lieferanten nachgelagerter Ordnung in den Prozess zu integrieren. Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette ist angesichts einer steigenden Zahl an Lieferländern und Lieferanten nicht immer ein leichtes Unterfangen. Alleine die Deutsche Telekom arbeitet derzeit mit über 30.000 Lieferanten in mehr als 80 Ländern zusammen. Aktuelles Ziel ist es, die Transparenz und Nachhaltigkeit durch vertrauensvolle und dauerhafte Geschäftsbeziehungen zu stärken. Damit lassen sich Risiken minimieren, Kosten senken, Umsatzsteigerungen in neuen Märkten erschließen und das Social Investment in T-Aktien steigern.

Daher hat die Telekom schon vor vielen Jahren konkrete Maßnahmen ergriffen. Diese dienen der Einhaltung sozialer Mindeststandards sowie dem schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen – entlang der gesamten Lieferkette. Diese sind unter anderem im Code of Conduct und in der Sozialcharta festgehalten. Wir fordern von Lieferanten Selbstauskünfte. Bei einigen Zulieferern mit erhöhtem CR-Risiko führen wir Lieferantenprüfungen (Social Audits) vor Ort durch und prüfen, ob sie die vorgegeben Kriterien auch tatsächlich einhalten. Verstoßen sie gegen eine oder mehrere Richtlinien, müssen sie schnellstmöglich für die Einhaltung sorgen. Zeigt sich ein Lieferant dabei nicht kooperativ und einsichtig, kann dies zur Beendigung der Geschäftsbeziehung führen. Gleichzeitig sorgt die Telekom aber auch für eine stetige Weiterentwicklung seiner Zulieferer. Im Rahmen von Online-Schulungen und Workshops werden Themen wie Energieeffizienz oder nachhaltige Produktentwicklung behandelt. Damit, und mit der genauen Auswahl neuer Lieferanten, stellt die Deutsche Telekom sicher, dass Risiken minimiert und Chancen besser genutzt werden. Das Lieferantenentwicklungsprogramm führte neben einer deutlichen Reduzierung von Risikofeldern nachweislich auch Kostenersparnisse in Millionenhöhe bei den Lieferanten. Für das umfassende Lieferantenmanagement wird die Telekom zudem immer wieder extern gewürdigt: 2015 mit dem Deutschen CSR-Preis in der Kategorie „CSR in der Lieferkette“ und für die kontinuierliche Lieferantenentwicklung mit dem „Award of Excellence“ in der Kategorie „Responsible Sourcing“.

Transparenz in der Lieferkette
Immer mehr Unternehmen informieren ihre Stakeholder genauestens über soziale und ökologische Auswirkungen ihrer Tätigkeit – eben auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Fairphone, war auf dem CR Forum durch Tessa Wernink, Mitbegründerin und Kommunikationsdirektorin, vertreten. Das Unternehmen gewährt seinen Kunden genaue Einblicke in das Geschäftsmodell. So können diese genauestens nachvollziehen, wofür welches Geld verwendet wird. Je größer ein Unternehmen wird, umso schwieriger wird es aber, dies konsequent sicherzustellen. Die Telekom wurde 2015 als transparentester globaler Telekommunikationskonzern ausgezeichnet. Das ist das Ergebnis einer Studie der Antikorruptionsorganisation „Transparency International“. Die Bewertung basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen der Unternehmen zu Antikorruptionsprogrammen, zu wirtschaftlichen Verflechtungen sowie zu länderspezifischen finanziellen Aufwendungen und Einnahmen.

Nachhaltigkeit zahlt sich aus
Nachhaltigkeitsthemen in der Lieferkette werden von Unternehmen zunehmend als Chance gesehen und weniger als Risiko eingestuft – dies wurde beim CR Stakeholder Forum deutlich. Aus Sicht der Telekom zahlt sich Nachhaltigkeit in der Lieferkette auf dreifache Weise aus: Es hat positive Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen vor Ort und die Profitabilität der Lieferanten steigt . Außerdem gewinnen wir als Auftraggeber an Transparenz, Liefersicherheit, Qualitätssteigerung und Reputation und minimieren gleichzeitig Risiken.

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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