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17.02.2011 | Bayer startet Pilotanlage für Kunststoff-Herstellung mit CO2 - Kohlendioxid als neuer Rohstoff

Bayer geht neue Wege zur Produktion hochwertiger Kunststoffe mithilfe von Kohlendioxid (CO2) aus der Energiewirtschaft. Im CHEMPARK Leverkusen wurde eine Pilotanlage in Betrieb genommen, um das neue Verfahren im technischen Maßstab zu erproben. Dort entsteht ein chemisches Vorprodukt, in das CO2 eingebunden wird. Diese Substanz wird zu Polyurethanen weiterverarbeitet, die in vielen Dingen des täglichen Lebens Verwendung finden. Das klimaschädliche Abgas CO2 findet so nachhaltige Verwertung als Rohstoff und kann sich als Alternative zum Erdöl erweisen.

Das innovative Verfahren ist Ergebnis des gemeinsamen Projekts "Dream Production" von Wirtschaft und Wissenschaft. Bayer arbeitet hier mit dem Energieunternehmen RWE zusammen, von dem das eingesetzte CO2 stammt. Weitere Projektpartner sind die RWTH Aachen sowie das gemeinsam von der Hochschule und Bayer betriebene CAT Catalytic Center. Den Forschern ist es gelungen einen geeigneten Katalysator zu finden, nach dem die Fachwelt vier Jahrzehnte gesucht hatte, der die effiziente Nutzung von CO2 erst ermöglicht. Diesen Forschungserfolg erreichten Wissenschaftler von Bayer und dem CAT in dem ebenfalls vom Bund geförderten Vorläuferprojekt "Dream Reactions". In der aktuellen Initiative "Dream Production" wird am CAT unter anderem die Kompatibilität des Katalysators mit dem Kraftwerks-CO2 geprüft. Die RWTH Aachen unterzieht das neue Verfahren über alle Stufen einer ökologischen und ökonomischen Gesamtbetrachtung und vergleicht es dabei auch mit herkömmlichen Prozessen und Produkten.

Das Projekt Dream Production wird mit Bundesmitteln von rund fünf Millionen Euro gefördert. Der Gesamtetat beträgt neun Millionen Euro. Falls die Erprobungsphase positiv verläuft, soll ab 2015 die industrielle Produktion von Kunststoffen auf CO2-Basis anlaufen.

Nähere Infos unter: www.klima.bayer.de

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