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27.02.2013 | Bayer: Partnerschaft für Familienplanung in einkommensschwachen Ländern Initiative ermöglicht 27 Millionen Frauen den Zugang zu Verhütungsmitteln

In bisher einmaliger Zusammensetzung haben Partner aus dem privaten und öffentlichen Sektor ein  einen Vertrag geschlossen, Jadelle, ein Implantat zur wirksamen, reversiblen Langzeitverhütung, in den nächsten sechs Jahren über 27 Millionen für  Frauen in den ärmsten Ländern zur Verfügung zustellen

Bayer beteiligt sich an einer Initiative, die Frauen in den ärmsten Ländern der Welt vergünstigen Zugang zu Verhütungsmitteln gewährt. Im Rahmen des Vertrages stellt Bayer seit dem 1. Januar 2013 in über 50 Ländern weltweit das Verhütungsimplantat Jadelle für 8,50 US Dollar pro Einheit den Hilfsorganisationen zur Verfügung   Das seit September 2009 WHO-präqualifizierte Produkt bietet Frauen einen effektiven , reversiblen Empfängnisverhütungsschutz für bis zu fünf Jahren. Zu den Ländern gehören auch jene, für die es nach Einschätzung des UN-Generalsekretärs am schwierigsten sein wird, die Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) zur Frauen- und Kindergesundheit bis 2015 zu erreichen.

"Innovation ist der Schlüssel unseres geschäftlichen Erfolgs und gleichzeitig die Basis unseres sozialen Engagements", sagte Prof. Wolfgang Plischke, Vorsitzender der Bayer HealthCare AG. "Wir freuen uns darüber, unsere lebensverbessernden Produkte so vielen Menschen wie möglich zur Verfügung zu stellen, ungeachtet dessen, wo sie leben oder wie viel sie verdienen. Dadurch leisten wir einen substantiellen Beitrag zur Gesundheit von Frauen und Kindern in Entwicklungsländern."
Mithilfe dieser Initiative können im Zeitraum zwischen 2013 und 2018 über 28 Millionen ungeplante Schwanger-schaften vermieden und der damit verbundene Tod von rund 280.000 Säuglingen und 30.000 Müttern verhindert werden. Insgesamt wird das Programm so schätzungsweise 250 Millionen US-Dollar an weltweiten Gesundheitskosten einsparen.

Mehr als 200 Millionen Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern, die nicht schwanger werden wollen, haben heute keinen Zugang zu modernen Verhütungsmethoden. Studien haben gezeigt, dass von den 600 Millionen Frauen in Entwicklungsländern, die moderne Methoden zur Familienplanung anwenden, nur 1 bis 2 Prozent ein Implantat verwenden, dass aber ein erheblich größerer Teil sich für Verhütung Implantate entscheiden würde, wenn sie dauerhaft zur Verfügung stünden und die Anwendung durch Beratung und medizinische Dienst-leistungen unterstützt werden würde. In vielen Programmen, in denen derzeit Verhütungsimplantate angeboten werden, ist dies die am schnellsten wachsende Verhütungsmethode der Wahl.

Die Partner haben die Preissenkung ausgehandelt, um diese noch zu wenig verwendete empfängnis-verhütende Methode für Frauen weltweit zugänglich und erschwinglich zu machen, und damit letztendlich die Wahlmöglichkeiten zur Verhütung zu erweitern. Sie reagieren damit auf die dringende Forderung nach wirksamerer öffentlich-privater Zusammenarbeit, die von dem Londoner Gipfel für Familienplanung ausging.

"Im Juli 2012 haben sich führende Vertreter dazu verpflichtet, Frauen in aller Welt besseren Zugang zu einer breiteren Palette an Verhütungsmethoden zu ermöglichen. Heute sind wir auf dem Weg, dieses Versprechen einzuhalten, einen Schritt weiter gekommen“, sagte Melinda Gates, Co-Vorsitzende der Bill & Melinda Gates Foundation. "Wir hoffen, dass diese Zusammenarbeit nur eine von vielen weiteren innovativen Partnerschaften sein wird, die dazu beitragen werden, Frauen und Mädchen die Kraft zu geben, für sich selbst und ihre Familien ein besseres Leben zu verwirklichen."

Der Preis von 8,50 US-Dollar pro Stück wird allen Organisationen  zur Verfügung stehen, die Jadelle von Bayer zur Verwendung in den entsprechenden Ländern abnehmen. Große Organisationen wie UNFPA (United Nations Population Fund) und USAID (U.S. Agency for International Development) sowie nichtstaatliche Organisationen kommunizieren die Preissenkung derzeit an ihre Büros in den Ländern und an die Regierungen um den neuen Preis schnellstmöglich in den Beschaffungsplänen der Länder für Verhütungsmittel abzubilden. Die Bestellwege und die Logistik für Jadelle bleiben unverändert.

Damit die Frauen eine sichere und qualitativ hochwertige Beratung über alle Verhütungsmethoden,  ein qualifiziertes  Einsetzen und Entfernen des Implantats bekommen können, arbeitet Bayer HealthCare  weiterhin auch mit Partnern an Plänen zur Ausweitung erforderlicher Maßnahmen zur verstärkten Schulung medizinischen Personals. 

Der Vertrag ist das Ergebnis einer Initiative, die durch den Londoner Gipfel zur Familienplanung im Juli 2012 in Gang gesetzt wurde. Vertreter führender Nationen verpflichteten sich, 120 Millionen Frauen in Entwicklungsländern bis 2020 den Zugang zu Verhütungsmitteln zu ermöglichen. Die Vereinbarung wurde durch eine Partnerschaft zwischen Bayer HealthCare, der Bill & Melina Gates Foundation, der Clinton Health Access Initiative (CHAI), der Regierungen Norwegens, Großbritanniens, der Vereinigten Staaten und Schwedens sowie der Children’s Investment Fund Foundation (CIFF) und dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) entwickelt und unterstützt. Sie folgt den Empfehlungen der "Commission on Life-Saving Commodities" der Vereinten Nationen, in dem sie Einfluss auf globale Märkte nimmt, um den Zugang zu hochwertigen, lebensrettenden Verbrauchsgütern in optimaler Menge und zu einem guten Preis zu verbessern.

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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