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28.02.2018 | Bayer: Neuer integrierter Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2017 erschienen

Bayer fasst jährlich in einem integrierten Geschäftsbericht seine Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung zusammen. Damit verdeutlicht das Unternehmen die Zusammenhänge zwischen finanziellen, ökologischen und gesellschaftlichen Faktoren und hebt ihren Einfluss auf den langfristigen Unternehmenserfolg hervor. Zur Bilanz-Pressekonferenz am 28. Februar erschien der aktuelle integrierte Geschäftsbericht 2017.

„Unternehmen müssen sich mehr denn je zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bekennen und in Vertrauen investieren. Als Unternehmen hat man eine Verantwortung gegenüber allen Stakeholdern: gegenüber Kunden und Mitarbeitern, gegenüber Aktionären und der Gesellschaft insgesamt“, führte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann auf der Bilanz-Pressekonferenz aus. „Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, müssen wirtschaftliche Ambitionen und soziale Verantwortung, Ökonomie und Ökologie Hand in Hand gehen. Um dies sicherzustellen, müssen ethische Prinzipien in allen Unternehmensprozessen fest verankert sein“.

Im Berichtsjahr hat Bayer operativ das Vorjahresniveau erreicht und ist strategisch gut vorangekommen. Der Umsatz des Bayer-Konzerns erhöhte sich währungs- und portfolio-bereinigt um 1,5 Prozent auf 35,015 Milliarden Euro, das Konzernergebnis stieg um 61,9% auf 7,3 Mrd. Euro. Ende September 2017 hatte Bayer die faktische Kontrolle über Covestro abgegeben und das Unternehmen entkonsolidiert.

„Auf dem Weg zur geplanten Übernahme von Monsanto haben wir große Fortschritte gemacht und arbeiten weiter konstruktiv mit den Behörden zusammen. Unser Ziel ist es nun, die Transaktion im zweiten Quartal 2018 abschließen zu können“, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann.Durch die vereinbarte Übernahme von Monsanto will Bayer ein führendes Innovationsunternehmen der Agrarwirtschaft schaffen und die Positionierung als Life-Science-Unternehmen weiter stärken. Die Kernthemen unseres Geschäfts „Gesundheit und Ernährung“ sind ausdrücklicher Bestandteil der Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs). Und in beiden Bereichen besteht erheblicher langfristiger Innovationsbedarf.

Innovation ist eine Kernkompetenz von Bayer und von zentraler Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Der Konzern hat seine Forschungs- und Entwicklungsausgaben im vergangenen Jahr weiter auf 4,5 Milliarden Euro gesteigert. Mit dem Ausbau der Forschungsbemühungen will Bayer einen Beitrag zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen auf globaler Ebene leisten, wie die notwendige Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft, um die stark wachsende Weltbevölkerung ernähren zu können sowie die Verbesserung der Lebensqualität bei einer steigenden durchschnittlichen Lebenserwartung.

Anhand von Konzernzielen entlang der Wertschöpfungskette, die sich auf die Bereiche Wachstum und Profitabilität, Innovation, Nachhaltigkeit und Mitarbeiter erstrecken, misst der Konzern seine Leistungen. Über den Status der Zielerreichung berichtet das Unternehmen transparent im Geschäftsbericht.

-     Beispielsweise sollen die Nachhaltigkeitsleistungen aller potenziell risikobehafteten Lieferanten mit signifikantem Bayer-Einkaufsvolumen bis 2020 beurteilt werden. Bis Ende 2017 wurden bereits 93 Prozent dieser Lieferanten bewertet.

-     Auch im Bereich Umweltschutz hat Bayer weiter Fortschritte erzielt: Die konzernweite Energieeffizienz konnte 2017 im Vergleich zum Referenzjahr 2015 um 12,6 Prozent verbessert werden. Angestrebt war eine Verbesserung um 10 Prozent bis 2020. Darüber hinaus hat Bayer bis 2017 an allen Standorten in wasserarmen Regionen ein Wassermanagement eingeführt.

-     Dem ambitionierten Ziel, die Arbeitsunfallquote bis 2020 um 35% zu senken, ist Bayer näher gekommen: 2017 lag die RIR(Recordable Incident Rate)-Quote 10 % unter dem Ausgangswert im Jahr 2012.

-     Im Bereich Mitarbeiter hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen im oberen Management auf 35 Prozent bis zum Jahr 2020 zu erhöhen. Ende 2017 betrug dieser 32 Prozent.

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung des Bayer-Konzerns orientiert sich seit Jahren an den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) sowie den zehn Prinzipien des UN Global Compact (UNGC). Im Berichtsjahr 2017 wurden die GRI G4-Richtlinien in Übereinstimmung mit der Option „umfassend“ angewendet. Der Geschäftsbericht dient Bayer außerdem als Fortschrittsbericht bei der Umsetzung der zehn Prinzipien des UN Global Compact gemäß dem Blueprint for Corporate Sustainability Leadership.

Als neue Anforderung an die Berichterstattung hat der deutsche Gesetzgeber im Jahr 2017 das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) verabschiedet und in deutsches Recht (in die §§ 289b ff. HGB für das Einzelunternehmen und in die §§ 315b ff. HGB für den Konzern) überführt. Danach müssen bestimmte kapital-marktorientierte Unternehmen erstmals eine nichtfinanzielle Erklärung veröffentlichen. Bayer hat diese in den zusammengefassten Lagebericht seines integrierten Geschäftsberichts aufgenommen. Die nichtfinanzielle Erklärung wurde vom Aufsichtsrat auf Recht-, Ordnungs-und Zweckmäßigkeit geprüft.

Alle finanziellen und nichtfinanziellen Angaben im Lagebericht (einschließlich der Angaben zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) des vorliegenden Geschäftsberichts wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte geprüft und ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk („reasonable assurance“) erteilt. Die Ergänzungen im Lagebericht der erweiterten Online-Fassung des Geschäftsberichts 2017 hat Deloitte einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit („limited assurance“) unterzogen.

Der Bayer-Geschäftsbericht 2017 liegt als Druckbericht und als erweiterte Online-Fassung (auch als App) vor. Um dem Informationsbedürfnis möglichst vieler Stakeholder gerecht zu werden, ist der Online-Geschäftsbericht mit weiterführenden Informationen, vor allem zur Nachhaltigkeit, angereichert. Er bietet außerdem Zusatzfunktionen, wie einen interaktiven Kennzahlenvergleich oder verschiedene Downloadmöglichkeiten. Das PDF der Online-Fassung finden Sie hier

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Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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