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15.07.2015 | Bayer: Chancengleichheit im Management „Chefsache“. Neues Netzwerk für mehr Balance

Eine ausgewogene Balance von Managern aus verschiedenen Kulturen und beiden Geschlechtern ist das Ziel einer Initiative, die vor rund vier Jahren bei Bayer startete. Der Ansatz: Die Männer auf dem Weg zu einem ausgeglichenen Verhältnis von Anfang an einbinden und nicht einseitig auf Frauenförderung setzen. Diese Strategie steht auch im Zentrum des neuen Netzwerks „Chefsache“. Bayer gehört neben weiteren global agierenden Konzernen zu den Gründungsmitgliedern.

Der Name ist Programm: Die Netzwerkpartner wollen das Thema in ihren eigenen Organisationen buchstäblich zur Chefsache machen und gemeinsam praxisnahe Strategien entwickeln. Gleichzeitig wollen sie Impulse für einen gesellschaftlichen Wandel mit Fokus auf Deutschland geben. Eine entscheidende Voraussetzung für den gewünschten Wandel  ist nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel  ein gemeinsamer gesellschaftlicher Wille. Sie übernahm auf der Auftaktveranstaltung der Initiative in Berlin die Schirmherrschaft für das neue Netzwerk.

Für Bayer war Personalvorstand Michael König mit vor Ort und Teilnehmer der Podiumsdiskussion. „Für uns ist ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern im Management eine unverzichtbare Voraussetzung für unseren Unternehmenserfolg. Denn Frauen stellen weltweit die Mehrheit der Hochschulabsolventen und sind eine maßgebliche Kundengruppe“, erläuterte König die Position von Bayer. „Mit unseren ‚Strategischen Debatten‘, einem innovativen Trainingsformat, ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, unser Management von diesen Zusammenhängen zu überzeugen und eine dynamische Entwicklung innerhalb des Unternehmens in Gang zu setzen.“

Mit diesem Ansatz greift Bayer ein wesentliches Ziel von „Chefsache“ auf. Denn das Netzwerk will das Bewusstsein dafür schärfen, wie tief verankerte Rollenbilder noch immer das Kommunikations- und Entscheidungsverhalten in Wirtschaft und Gesellschaft bestimmen und Frauen so das Erreichen von Spitzenpositionen erschweren. „Der Untertitel der Initiative lautet ‚Wandel gestalten – für Frauen und Männer‘“, erklärt Dr. Antje Wessel, Global Head of Culture and Gender Balance der Bayer AG, die den Aufbau des Netzwerks intensiv begleitet hat. „Das entspricht genau unserer Strategie, die Männer im Unternehmen auf dem Weg zu einer besseren Geschlechterbalance von Anfang an einzubinden und nicht einseitig auf Frauenförderung zu setzen. Auch deshalb beteiligen wir uns mit großer Überzeugung an ‚Chefsache‘. Wir werden diese Ziele darüber hinaus künftig auch im ‚Gender Parity Council’ des renommierten World Economic Forums (Weltwirtschaftsforum, WEF) in Davos vertreten, dem wir seit dem vorigen Jahr angehören.“ Das Gremium macht sich für die Gleichberechtigung von Frauen in der Arbeitswelt stark.

Um den Erfolg der Initiative zu messen, wollen die Mitglieder die Entwicklung des Frauenanteils im Management ihrer Organisationen regelmäßig erheben und veröffentlichen. Bei Bayer liegt dieser aktuell konzernweit bei mehr als 27 Prozent und damit nur knapp unter der Zielgröße von 30 Prozent, die sich das Unternehmen bis Ende des Jahres zu erreichen vorgenommen hatte.

Zu den weiteren Gründern des Netzwerks „Chefsache“ gehören mit der Allianz, Bosch, McKinsey und Siemens weitere global agierende Konzerne, aber auch bedeutende nationale Arbeitgeber wie das Bundesministerium für Verteidigung, der Deutsche Caritasverband, die Fraunhofer-Gesellschaft, IBM Deutschland, WAREMA Renkhoff und die Verlagsgruppe „DIE ZEIT“.

Downloads

  • Auftaktveranstaltung in Berlin: Schirmherrin Angela Merkel (Mitte) mit Partnern der neuen Initiative „Chefsache“.

  • Bayer-Personalvorstand Michael König während der Podiumsdiskussion mit Netzwerkpartnern

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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