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10.10.2011 | Allianz investiert in den Waldschutz

Die Allianz SE beteiligt sich mit 10 Prozent an Wildlife Works Carbon LLC (WWC), einem Entwickler von sogenannten REDD-Projekten (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) zum Schutz von Wäldern in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die von WWC implementierten Projekte generieren als erste ihrer Art CO2-Zertifikate und erfüllen die strengen Nachhaltigkeitskriterien des Voluntary Carbon Standard sowie der Climate, Community and Biodiversity Alliance. In einem ersten Projekt in Kenia wird der Ausstoß von rund 36 Millionen Tonnen CO2–Emissionen in mehr als 30 Jahren Projektdauer verhindert - dies entspricht in etwa dem Zweifachen der jährlichen CO2- Emissionen der Stadt Berlin.

Die Idee hinter REDD ist einfach: Wälder sind Kohlenstoffspeicher. Ihre Abholzung setzt Kohlenstoffdioxid frei - aktuell 17% der weltweit vom Menschen verursachten Treibhausgase. Der Schutz der Wälder ist eine effektive und kostengünstige Variante des Klimaschutzes. Durch REDD wird der gespeicherte Kohlenstoff monetär bewertet, und den Projekten werden für ihre jeweilige Menge an Emissionseinsparungen handelbare Zertifikate zugeteilt, wodurch Marktanreize für Waldschutz entstehen.

REDD verbindet Klimaschutz mit ökonomischen und sozialen Anreizen

Das WWC Projektgebiet im südlichen Kenia will der zunehmenden Bedrohung großer Waldgebiete durch illegalen Holzschlag und exzessive landwirtschaftliche Flächennutzung entgegenwirken. Um einen langfristigen Schutz der Wälder auch unter ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten zu gewährleisten, verbindet das Projekt die Walderhaltung in Trockengebieten mit Entwicklungsinitiativen für die lokale Bevölkerung. Dazu gehören der Aufbau von Schulen, die ökologische Produktion von Holzkohle und die Schaffung von Arbeitsplätzen wie zum Beispiel die Ausbildung von Wildhütern im Schutzgebiet. So entstehen neben dem Handel mit Emissionsrechten weitere wirtschaftliche Anreize für den Waldschutz und somit eine „Win-Win-Situation“ für den Investor, die Menschen vor Ort und die Umwelt.
Auf der diesjährigen UN Klimakonferenz in Durban könnte REDD eine Schlüsselrolle zukommen. „In enger Abstimmung mit Schwellen- und Entwicklungsländern kann REDD als schnelles und wirkungsvolles Werkzeug umfassend zum Klimaschutz beitragen,“ erklärte Dr. Armin Sandhövel, Geschäftsführer von Allianz Climate Solutions, während eines Meetings bei den Vereinten Nationen: „Die Einbeziehung von REDD in den Emissionshandel unter dem Post-Kyoto-Mechanismus ist ein entscheidender Schritt für die Verhandlungen in Durban. Projekte wie WWC beweisen die Marktreife von REDD.“

Allianz wird klimaneutral

Die Allianz finanziert mit ihrer Beteiligung an WWC den Ausbau und die Entwicklung weiterer REDD-Projekte. Durch den Erwerb von Emissionsrechten hilft das WWC-Projekt in Kenia der Allianz auch bei der Umsetzung ihrer eigenen Vorgaben zur CO2-Neutralisierung. Neben der konzerninternen Minderung von Emissionen werden alle verbliebenen Emissionen, beginnend mit dem Jahr 2012, durch Investitionen in Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

Mit der Investition in das WWC-Projekt demonstriert die Allianz, dass REDD-Projekte eine attraktive Investitionsmöglichkeit sind und sowohl eine wettbewerbsfähige Rendite für den Investor als auch ein hohes Maß an sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit bedeuten. „Carbon Investments machen Klimaschutz finanzierbar, da sie einen Kapitaltransfer in Projekte wie WWC in Schwellen- und Entwicklungsländer ermöglichen“, bekräftigt Armin Sandhövel. „Nun erwarten wir von der internationalen Gemeinschaft die Entwicklung des notwendigen Rahmenwerkes für eine umfangreiche Umsetzung von REDD.“

„Die Investition in Wildlife Works Carbon durch die Allianz demonstriert, dass gerade die marktwirtschaftlich getriebenen REDD-Projekte eine integrale Rolle in der Bekämpfung der Waldvernichtung spielen können und auch müssen. Wir sind sehr glücklich, dass wir mit der Allianz einen wichtigen Partner für den Schutz der bedrohten Wälder dieser Welt gewinnen konnten,“ so Mike Korchinsky, Gründer und CEO von Wildlife Works.

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

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