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Bayer AG

Bayer: Dem demographischen Wandel frühzeitig begegnen


In vielen Ländern wird sich die Altersstruktur der Bevölkerung in den kommenden Jahren deutlich verändern. Der Geburtenrückgang vor allem in den Industrienationen und die längere Lebenserwartung der Menschen sind für Bayer eine strategische Herausforderung, mit der wir uns bereits seit einigen Jahren intensiv auseinandersetzen.

Demographische Entwicklung vorausschauend analysieren


Bayer hat bereits vor mehreren Jahren Methoden und Instrumente entwickelt, mit denen die demographische Situation im Bayer-Konzern systematisch analysiert und künftige Veränderungen verlässlich vorhergesagt werden können. Das dafür geschaffene Analyseinstrument in Form einer neuartigen  Prognosesoftware und die dazugehörige Untersuchungsmethodik wurden zunächst in einigen ausgewählten Unternehmensbereichen erfolgreich getestet. Inzwischen wurden auf diese Weise eine Vielzahl von Ländern und einzelnen Konzernteilen unter demographischen Gesichtspunkten untersucht. Auf der Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse konnten für den Konzern die wichtigsten Handlungsfelder identifiziert und vertiefende Analysen in den einzelnen Teilkonzernen und Servicegesellschaften eingeleitet werden. Einschätzungen der Landesorganisationen zur mittelfristigen Entwicklung der lokalen Arbeitsmärkte fließen ebenfalls in die strategischen Überlegungen ein. Die Begegnung des demographischen Wandels ist für Bayer eine Querschnittsaufgabe, die eine Vielzahl von Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen umfasst.


Ausbildung, Nachwuchsrekrutierung und Employer Branding

Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die kontinuierliche Ausbildung junger Menschen zur frühzeitigen Gewinnung qualifizierter Nachwachskräfte. Bayer hat in den vergangenen Jahren regelmäßig mehr als 900 Auszubildende in rund 20 Berufen eingestellt und erreicht so eine Ausbildungsquote von über 7 Prozent. Junge Fachkräfte aus der eigenen Ausbildung sind unsere wichtigste Ressource, mit der wir altersbedingte Austritte insbesondere im technisch-gewerblichen Bereich kompensieren wollen. Darüber hinaus sind wir weltweit aktiv, um junge Talente frühzeitig für das Unternehmen zu begeistern. Neben der Vergabe von mehr als 2.700 anspruchsvollen Berufspraktika an Studenten und Studentinnen unterschiedlicher Fachrichtungen allein im Jahr 2010 unterhalten wir auf allen Kontinenten zahlreiche Kooperationen mit renommierten Hochschulen und internationalen Studentenorganisationen. Das Engagement unseres Unternehmens trug dazu bei, dass wir im Jahr 2010 konzernweit rund 4.000 Hochschulabsolventen als Fach- und Führungskräfte für Bayer rekrutieren konnten. Diese Rekrutierungserfolge sind auch das Ergebnis unseres Employer Brandings, mit dem wir unsere wichtigsten Zielgruppen von den Vorzügen unseres Unternehmens überzeugen und als Mitarbeiter für Bayer gewinnen wollen. Das klassische Personalmarketing ergänzen wir dabei inzwischen erfolgreich durch Unternehmensauftritte in den neuen Sozialen Netzwerken des Internets.

Wissen der Beschäftigten anpassen und erhalten

Daneben investieren wir bereits heute erhebliche Summen in den Erhalt von Wissen und Gesundheit unserer Beschäftigten. Mit unseren umfangreichen Weiterbildungsangeboten fördern wir die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter und passen es an veränderte Anforderungen an. Mit dem 2010 gestarteten "Bayer Senior Experts Network" (BaySEN) möchten wir die langjährige Erfahrung pensionierter Führungskräfte für das Unternehmen erhalten und gezielt an die nachfolgende Generation weitergeben.


Gesundheitsförderung und Belastungsreduzierung im Alter

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Maßnahmen zur Begegnung des demographischen Wandels ist der kontinuierliche Ausbau des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Mit zahlreichen Angeboten wollen wir in vielen Ländern die Gesundheit und die berufliche Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter auch angesichts einer verlängerten Lebensarbeitszeit fördern und erhalten. Ein Meilenstein auf diesem Weg ist die Umsetzung des Tarifvertrags "Lebensarbeitzeit und Demographie", dessen Fondsmittel Bayer als erstes und bislang einziges Unternehmen in Deutschland gezielt für die Gesundheitsfürsorge einsetzt: Der Großteil der Mitarbeiter in Deutschland kann auf seiner Basis ab dem Jahr 2011 eine umfangreiche medizinische Vorsorgeuntersuchung in Anspruch zu nehmen. Körperlich besonders beanspruchte Mitarbeiter können das individuelle Arbeitspensum in den Jahren vor der Pensionierung deutlich verringern, wobei der entstehende Entgeltverlust aus Mitteln des Demographiefonds ausgeglichen wird.


Vielfalt und Internationalität fördern

Einen indirekten, wenngleich nicht weniger wichtigen Beitrag zum Demographiemanagement leisten wir darüber hinaus durch die aktive Förderung von Diversity in ihren unterschiedlichen Ausprägungen. Indem wir die vorhandenen Maßnahmen zur Vereinbarung von Familie und Beruf weiter ausbauen, werden wir zu einem attraktiven Arbeitgeber für junge Frauen und verhindern, dass uns teilweise hochqualifizierte Mitarbeiterinnen wegen der Kindererziehung womöglich dauerhaft verlassen. Mit der gezielten Förderung lokaler Nachwuchs- und Führungskräfte in den aufstrebenden Schwellenländern Lateinamerikas und Asiens profitieren wir zudem von der meist positiven demographischen Entwicklung in diesen Ländern und stärken gleichzeitig die Vielfalt, Internationalität und Innovationskraft im Unternehmen. Wir sind überzeugt, mit diesen Maßnahmen und Initiativen auf den demographischen Wandel gut vorbereitet zu sein und seine Auswirkungen für Bayer begrenzen zu können.

 

 

Kontakt:

Dr. Stefan Neuwirth, Head of HR Strategy & Projects,

Econsense

Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

econsense ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR). Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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